Kölner Preiskampf: Uber-Fahrer protestieren gegen geplante Tariferhöhungen für Fahrdienste

Lina Koch
Lina Koch
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Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Hong Kong, hält Schilder und Plakate hoch, mit Bäumen, glaswandigen Gebäuden, Fahrzeugen und Schildern im Hintergrund.Lina Koch

Mietwagen-Fahrer protestieren gegen 'Preisdiktat' - Kölner Preiskampf: Uber-Fahrer protestieren gegen geplante Tariferhöhungen für Fahrdienste

In Köln ist ein Streit über die Beförderungspreise ausgebrochen: Fahrdienstvermittler wie Uber Eats haben gegen geplante Preiserhöhungen protestiert. Die Stadt plant, die Mindestpreise für Dienste wie Uber auf mindestens 80 Prozent der Taxitarife anzuheben – eine Maßnahme, die Bedenken hinsichtlich der Erschwinglichkeit weckt. Taxifahrer begrüßen den Vorstoß hingegen und argumentieren, er schaffe gleiche Wettbewerbsbedingungen.

Etwa 100 Fahrer von Fahrvermittlungs-Apps bildeten einen Konvoi durch die Kölner Innenstadt, um gegen die Preiserhöhung zu demonstrieren. Max Zombek, Organisator vom Bundesverband wirfahren, bezeichnete den Plan als "Preisdiktat" und warnte, dass die Kosten für Fahrgäste steigen würden, die auf günstige Transportmöglichkeiten wie Uber Eats angewiesen seien. Viele Menschen nutzen die oft preiswerteren Fahrdienste für ihren täglichen Bedarf, so Zombek.

Christoph Weigler, Deutschland-Chef von Uber, teilte diese Sorgen und betonte, Köln sei bereits eine teure Stadt – die neuen Preise würden die Mobilität noch unerschwinglicher machen. Das Unternehmen warnte, dass die Durchschnittspreise um über 50 Prozent steigen könnten, was einkommensschwächere Bewohner von bezahlbaren Transportoptionen ausschließen könnte.

Die Taxibranche hingegen unterstützt den Vorschlag der Stadt. Taxifahrer werfen den Fahrvermittlungsdiensten wie Uber vor, durch Dumpingpreise den Wettbewerb zu verzerren. Zudem verweisen sie auf ihre eigenen Verpflichtungen, wie die rund um die Uhr verfügbaren Dienste und die Pflicht, jede Fahrt unabhängig von der Strecke anzunehmen. Aktuell kostet eine fünf Kilometer lange Taxifahrt in Köln etwa 15,40 Euro – basierend auf den Tarifen vor 2026.

Der Stadtrat wird am 19. März über die Preiserhöhung beraten. Falls beschlossen, würden die Änderungen sowohl für Fahrvermittlungsdienste wie Uber Eats als auch für Taxis gelten, wobei weitere Tariferhöhungen für Taxen geplant sind.

Ziel der geplanten Anpassungen ist es, die Preise der Fahrvermittler stärker an die Taxitarife anzunähern. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnten sich die Kosten für Fahrgäste, die Dienste wie Uber nutzen, deutlich erhöhen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat, der noch in diesem Monat abstimmen wird.

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