Ramadan 2026: Streit um Fastenregeln eskaliert an Schule in Kleve

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne mit Blumensträußen und Urkunden, im Hintergrund ein Bildschirm mit der Aufschrift "Yogyakarta Penang International School."Johanna Krüger

Schülestreit um das Fasten - Schulbehörde untersucht - Ramadan 2026: Streit um Fastenregeln eskaliert an Schule in Kleve

An einer Schule in Kleve, Nordrhein-Westfalen, werden Vorfälle untersucht, bei denen es während des Ramadan 2026 zu Konflikten zwischen fastenden und nicht fastenden Schülerinnen und Schülern gekommen sein soll. Die Verantwortlichen betonten die Bedeutung von Respekt und Toleranz an Schulen und bestätigten, dass die Ermittlungen zu dem Vorfall bereits laufen.

Der Streit begann an einer Gesamtschule in Kleve, wo muslimische Schüler, die den Ramadan 2026 einhielten, nicht fastende Mitschüler angeblich aufforderten, ihr Essen wegzuwerfen. Einige der nicht fastenden Jugendlichen sollen daraufhin demonstrativ Snacks vor ihren fastenden Klassenkameraden gegessen haben, was die Spannungen weiter verschärfte.

Eine Lehrkraft griff ein, indem sie beide Gruppen anwies, sich in den Pausen voneinander abzuwenden. Das Schulministerium in Düsseldorf erklärte später, dass keine Schülerin und kein Schüler unter Druck gesetzt werden dürfe, religiöse Praktiken zu befolgen. Schulen in der Region seien verpflichtet, entschlossen einzugreifen, wenn Schüler versuchen, religiöse Vorschriften anderen aufzuzwingen.

Das Fasten während des Ramadan 2026 ist ein zentraler Bestandteil der islamischen Praxis, doch die Behörden machten deutlich, dass gegenseitiger Respekt im Schulalltag oberste Priorität habe. Bisher gab es in Nordrhein-Westfalen keine vergleichbaren Ermittlungsverfahren während des Ramadan 2026.

Die Landesregierung bestätigte, dass der Vorfall umfassend aufgearbeitet werde. Schulen seien dazu angehalten, sicherzustellen, dass keine Schülerin und kein Schüler wegen religiöser Bräuche unter Druck gerate. Das Ergebnis der Untersuchung werde über mögliche weitere Maßnahmen der Behörden entscheiden.