Wittens Wildschweingehege: Stadtrat entscheidet über Zukunft der verlassenen Attraktion
Wittens Wildschweingehege: Stadtrat entscheidet über Zukunft der verlassenen Attraktion
Wittens leeres Wildschweingehege: Stadtrat entscheidet am 23. Februar 2026 über die Zukunft
Die Zukunft des verlassenen Wildschweingeheges in Witten wird am 23. Februar 2026 im Stadtrat entschieden. Die einst beliebte Attraktion, die jährlich rund 50.000 Besucher anzog, steht seit Juli 2025 leer – nachdem die letzten acht Tiere aus dem Bestand entnommen wurden. Nun sind die politischen Parteien uneins: Soll die Anlage wieder mit Wildschweinen besetzt oder in ein neues Projekt umgewandelt werden?
Das Gehege am Hohenstein war zwar bereits 2020 für die Öffentlichkeit geschlossen worden, doch erst im vergangenen Februar wurden die letzten Tiere entfernt. Überpopulation war seit Jahren ein Problem – jährlich mussten mindestens zehn Wildschweine entnommen werden, um den Bestand zu regulieren. Die AfD drängt auf eine schnelle Rückkehr der Tiere und hat einen Antrag eingereicht, das Gehege "so bald wie möglich wieder zu besetzen".
Die CDU hingegen favorisiert einen anderen Weg. Sie bezeichnet den Standort als "touristisches Juwel" mit großer emotionaler Bindung für die Bevölkerung und schlägt vor, die Bürgerinnen und Bürger über die künftige Nutzung abstimmen zu lassen. Die SPD unterstützt diesen Vorschlag und nennt ihn "gelebte Demokratie" – sie werde für eine Bürgerbeteiligung stimmen.
Vertreter der Stadtverwaltung argumentieren, dass die reine Zurschaustellung von Wildschweinen nicht mehr zeitgemäß sei, da die Tiere ohnehin frei in Wittens Wäldern leben. Stattdessen regen sie an, das Gelände in eine "experimentelle Forstzone" umzuwandeln, in der seltene Baumarten angepflanzt werden könnten.
Die anstehende Abstimmung im Rat wird zeigen, ob das Gehege zu seinem ursprünglichen Zweck zurückkehrt oder eine neue Bestimmung erhält. Setzt sich der Vorschlag von CDU und SPD durch, haben die Wittener Bürger direkten Einfluss auf die Gestaltung der Fläche. Die Entscheidung wird auch ein Signal sein, wie die Stadt Tradition und moderne Haltung zum Umgang mit Wildtieren in Einklang bringt.
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