Ökumenischer Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst, Musik und Philosophie zu einem einzigartigen Erlebnis

Lina Koch
Lina Koch
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Ein Altar in einer Kirche mit Skulpturen von Menschen und Kerzen auf Ständern, vor einer Wand mit einem Bild.Lina Koch

Ökumenischer Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst, Musik und Philosophie zu einem einzigartigen Erlebnis

Einzigartiger ökumenischer Gottesdienst in Koblenz: Kunst, Musik und philosophische Reflexion

In Koblenz fand ein außergewöhnlicher ökumenischer Gottesdienst statt, der Kunst, Musik und philosophische Betrachtungen vereinte. Die Herz-Jesu-Kirche war Schauplatz des Events, bei dem lokale Kultureinrichtungen gemeinsam ein unvergessliches Erlebnis schufen. Gleichzeitig markierte die Veranstaltung die Eröffnung einer neuen Ausstellung im Koblenzer Künstlerhaus Metternich.

Der Abend begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst unter der Leitung von Superintendent Rolf Stahl von der Evangelischen Kirche und Dekan Thomas Darscheid von der Katholischen Kirche. Organist Joachim Aßmann begleitete die Feier musikalisch, während Künstler der Rheinischen Philharmonie, der Musikschule Koblenz, des Jugendtheaters, des Jugendkammerchors, des Opernchors und des Theaters Koblenz das Programm bereicherten.

Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt einen Vortrag über das Wortspiel "ersöchpferisch" – eine Verschmelzung von "erschöpft" und "schöpferisch". Er untersuchte, wie Kreativität in einer von Selbstoptimierung besessenen Gesellschaft ihren Platz findet. Zudem setzte er sich mit Sigmund Freuds Idee des "Prothesengottes" auseinander und kritisierte den Einfluss von Macht und Konsum auf moderne Werte.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Installation "Mensch" der Künstlerin Barbara Gröbl, die in der Kirche ausgestellt war. Das Werk spiegelt die Widersprüche der menschlichen Existenz wider und knüpfte thematisch an den Abend an. Die Installation ist noch bis Sonntag, den 15. März 2026, während der regulären Öffnungszeiten zu sehen.

Nach dem Gottesdienst begaben sich die Gäste ins Künstlerhaus Metternich zur Eröffnung der Ausstellung "Ein Teil des Ganzen XII – ERSCHÖPFEND KREATIV". Die Schau, organisiert vom Bund Bildender Künstler Mittelrhein (BBK), führt die Auseinandersetzung mit Kreativität und Erschöpfung in der heutigen Zeit fort.

Der ökumenische Gottesdienst verband Musik, Philosophie und bildende Kunst an einem Abend. Barbara Gröbls Installation bleibt fast zwei Jahre lang ausgestellt und lädt zur fortwährenden Reflexion ein. Gleichzeitig bietet die BBK-Ausstellung im Künstlerhaus Metternich weitere Anregungen, um Kreativität in einer Ära ständiger Selbstverbesserung zu erkunden.