Tag der offenen Moscheen: Gütersloh lädt zum Dialog über den Islam ein

Julian Lang
Julian Lang
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Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent vor dem Reichstagsgebäude in Berlin, Deutschland, das mit Fenstern, Säulen, Bögen und Statuen verziert ist und von Fahnenmasten umgeben ist, mit einem Geländer im Vordergrund und einem Fahrrad auf der rechten Seite, unter einem sichtbaren Himmel.Julian Lang

Tag der offenen Moscheen: Gütersloh lädt zum Dialog über den Islam ein

Moscheen in ganz Deutschland öffneten am Tag der Deutschen Einheit ihre Türen

Im Rahmen des jährlichen Tags der offenen Moscheen luden islamische Gemeinden bundesweit Besucher ein, darunter auch die Türkisch-Islamische Kulturvereinigung in Gütersloh. Dort konnten Interessierte an Führungen teilnehmen, Gebete beobachten und sich in Vorträgen über den Islam informieren. Ziel der Veranstaltung war es, in lockerer Atmosphäre Verständnis und Dialog über die Religion zu fördern.

Die Gütersloher Moschee, getragen von der Türkisch-Islamischen Kulturvereinigung, ist seit 1987 fester Bestandteil der Gemeinde. Drei Jahre nach ihrer Gründung erwarb die Gemeinde das heutige Gebäude. Während normalerweise über 200 Gläubige die Moschee besuchen, zogen die offenen Türen am Tag der offenen Moscheen besonders Senioren, Familien und Neugierige an, die mehr über islamische Traditionen erfahren wollten.

Die Gäste konnten an geführten Rundgängen teilnehmen, Gebete mitverfolgen und sich in PowerPoint-Präsentationen zentrale Aspekte des Islams erklären lassen. Die Veranstaltung 2025 fiel auf einen Freitag – und damit zusammen mit dem wöchentlichen Freitagsgebet (Dschumu'a), dem wichtigsten Gebet im Islam. Während dieser Andacht beteten Männer und Frauen in getrennten Bereichen, wobei der Imam seine Predigt von verschiedenen Stationen aus hielt.

Die Verantwortlichen der Moschee betonten, dass alle Besucher – unabhängig von ihrem Hintergrund – willkommen seien, politische Diskussionen jedoch bewusst ausgeklammert blieben. Anders als manche andere Einrichtungen konzentrierte sich diese Gemeinde ausschließlich auf kulturellen und religiösen Austausch. Auch andere Moscheen, wie die Khadidscha-Moschee in Berlin, beteiligten sich an der Aktion, doch bundesweite Teilnehmerzahlen blieben undokumentiert.

Viele Moscheen in Deutschland sind dem Dachverband Ditib angeschlossen, der häufig wegen seiner Verbindungen zur türkischen Religionsbehörde Diyanet in der Kritik steht. Die Gütersloher Gemeinde hingegen setzte auf lokale Gemeinschaftsarbeit und mied übergeordnete Debatten.

Der Tag der offenen Moscheen bot Besuchern die Möglichkeit, islamische Bräuche hautnah zu erleben. In Gütersloh stand dabei die Doppelfunktion der Moschee als Ort des Gebets und der Wissensvermittlung im Mittelpunkt. Da es keine zentrale Erfassung gibt, bleibt unklar, wie viele Menschen bundesweit teilnahmen – doch vor Ort trugen solche Initiativen dazu bei, kulturelle Gräben zu überwinden.

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