Forscher testen abbaubare Kunststoffe für Landwirtschaft und Forstwirtschaft
Forscher testen abbaubare Kunststoffe für Landwirtschaft und Forstwirtschaft
Drei Forschungseinrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um die praktische Anwendung von biologisch abbaubaren Kunststoffen in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft zu bewerten. Das Projekt PerPlacsBio, geleitet von der Universität Münster, der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und dem nova-Institut, zielt darauf ab, Einsatzbereiche zu identifizieren, in denen diese Materialien herkömmliche Kunststoffe ersetzen könnten. Die Finanzierung übernimmt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) im Rahmen ihrer Initiative für nachhaltige Lösungen.
Die Zusammenarbeit baut auf den Erkenntnissen des Vorgängerprojekts BioSinn auf, das 25 Anwendungsfälle ermittelte, in denen biologisch abbaubare Kunststoffe ökologisch sinnvoll sind. Nun geht das Team einen Schritt weiter: Durch Befragungen von Landwirt:innen und Forstleuten sollen deren tägliche Bedürfnisse und Bedenken erfasst werden. Diese Erkenntnisse fließen in Handlungsempfehlungen für Industrie und Politik ein.
Das Projekt arbeitet nicht im luftleeren Raum. Drei nicht namentlich genannte Branchenexpert:innen beraten zu praktischen Anwendungen, während das nova-Institut seine Forschung zu Standards, Alternativen und entscheidenden Kriterien ausweitet. Ziel ist eine gemeinsame Wissensplattform, die allen zugänglich ist. Durch die Bewertung konkreter Produkte – von Mulchfolien bis zu Baumschutzhüllen – will das Team herausfinden, welche biologisch abbaubaren Optionen tatsächlich tragfähig sind. Sämtliche Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht, um die Verbreitung in der Branche zu fördern.
PerPlacsBio wird praxisnahe Leitlinien für den Einsatz biologisch abbaubarer Kunststoffe in Landwirtschaft und Forstwirtschaft entwickeln. Mit Umfragen, Fachwissen und frei verfügbaren Ergebnissen soll die Lücke zwischen Forschung und praktischer Anwendung geschlossen werden. Die Unterstützung durch die FNR stellt sicher, dass die Arbeit im Einklang mit Deutschlands Bestrebungen nach nachhaltigen, erneuerbaren Materialien steht.
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