70 Jahre Recruiting-Vereinbarung mit Italien: Heimweh in der neuen Heimat
70 Jahre Recruiting-Vereinbarung mit Italien: Heimweh in der neuen Heimat
70 Jahre Anwerbeabkommen mit Italien: Heimweh in der neuen Heimat
Vor 70 Jahren unterzeichnete Deutschland das Anwerbeabkommen mit Italien – und die ersten, damals sogenannten „Gastarbeiter“ trafen ein.
70 Jahre ist es her, dass Deutschland sein erstes Arbeitskräfteanwerbeabkommen mit Italien unterzeichnete. Der Vertrag, der am 20. Dezember 1955 in Rom besiegelt wurde, markierte den Beginn eines tiefgreifenden Wandels in der Zusammensetzung der deutschen Arbeitswelt. Gleichzeitig legte er den Grundstein für das Nachkriegsprogramm der Gastarbeiter.
Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von zwei Schlüsselfiguren: dem bundesdeutschen Arbeitsminister Anton Storch und dem italienischen Außenminister Gaetano Martino. Mit ihren Unterschriften ebneten sie Tausenden italienischen Arbeitnehmern den Weg nach Deutschland auf der Suche nach Arbeit. Viele von ihnen nahmen harte Jobs in Kohlebergwerken, Fabriken oder Karosseriewerkstätten an.
Die ersten Jahre waren für die meisten von ihnen schwer. Die Unterkünfte bestanden oft aus beengtem Lagerleben oder Gemeinschaftsunterkünften, und Unterstützung bei der Integration gab es kaum. Deutschkurse waren selten, sodass viele Arbeiter mit Sprachbarrieren kämpften. Santo Gennaro, einer der ersten Ankömmlinge, empfand das Leben in Deutschland zunächst als aufregend, doch später plagte ihn das Heimweh. Trotz aller Härten wurden die italienischen Arbeiter zu Pionieren unter den 14 Millionen ausländischen Arbeitskräften, die zwischen 1955 und 1973 nach Deutschland kamen. Mit der Zeit prägten sie Teile der deutschen Kultur. Italienisches Essen, Bräuche und Gemeinschaftsleben fanden nach und nach Einzug in Städte und Dörfer. 2024 lebten etwa 650.000 Menschen mit italienischem Migrationshintergrund in Deutschland – ihr Erbe reicht bis zu jenem ersten Anwerbeabkommen vor sieben Jahrzehnten zurück.
Das Abkommen von 1955 setzte einen Präzedenzfall für Deutschlands Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften im Wiederaufbau nach dem Krieg. Gleichzeitig begründete es ein Migrationsmuster, das die soziale und kulturelle Landschaft des Landes nachhaltig veränderte. Heute sind die Nachfahren jener ersten italienischen Arbeiter ein fester und bedeutender Bestandteil der deutschen Gesellschaft.
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