Kodi und Mäck Geiz bündeln Kräfte gegen Discount-Konkurrenz wie Tedi
Kodi und Mäck Geiz bündeln Kräfte gegen Discount-Konkurrenz wie Tedi
Zwei der bekanntesten Non-Food-Discounter Deutschlands, Kodi und Mäck Geiz, schmieden unter einem gemeinsamen Dach eine Allianz. Der Schritt folgt monatelangen Spekulationen über eine mögliche Fusion angesichts wachsenden Wettbewerbsdrucks in der Branche. Beide Marken bleiben zwar eigenständig und behalten ihre regionalen Stärken, werden künftig aber unter der Kodi Beteiligungs GmbH geführt.
Der Deal kommt zustande, nachdem Kodi 2024 ein Schutzschirmverfahren durchlaufen hatte und anschließend von einem Investorenkonsortium übernommen wurde. Dieselbe Gruppe erwirbt nun Mäck Geiz vom bisherigen Eigentümer, der MTH Retail Group, die ihre Präsenz in Deutschland bereits zurückfährt.
Kodi hatte Anfang 2024 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, bevor das Investorenkonsortium das Unternehmen übernahm. Seither bauen die neuen Eigentümer ihr Portfolio aus – die Übernahme von Mäck Geiz markiert ihren jüngsten strategischen Zug. Die Transaktion soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden, vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung.
Branchenbeobachter hatten eine Konsolidierung der beiden Ketten seit Langem erwartet. Der zunehmende Druck durch Konkurrenten wie action – das in Deutschland auf über 1.000 Filialen expandiert ist – und Tedi, das seit 2025 etwa 10 % seiner Standorte abgebaut hat, zwang sowohl Kodi als auch Mäck Geiz, ihre Marktposition zu stärken. Die MTH Retail Group, ehemalige Eigentümerin von Mäck Geiz, hatte ihre deutschen Beteiligungen bereits veräußert, darunter action (2024) und Tedi (2025), als Teil eines größeren Rückzugs vom Markt.
Unter der neuen Struktur bleiben Kodi und Mäck Geiz eigenständige Marken, werden jedoch Synergien nutzen. Ziel der Fusion ist es, Einkauf, Logistik und Verwaltung effizienter zu gestalten, während die regionale Ausrichtung beider Ketten erhalten bleibt: Kodi ist vor allem in Nordrhein-Westfalen stark vertreten, Mäck Geiz dominiert in Ostdeutschland. Gemeinsam bilden sie einen der größten Akteure im deutschen Non-Food-Discountsektor.
Das fusionierte Unternehmen firmiert unter der Kodi Beteiligungs GmbH, wobei beide Ketten ihre bestehenden Filialnetze und Kundengruppen behalten. Der Deal festigt ihre Position gegenüber Wettbewerbern wie action und Tedi, die in den vergangenen Jahren unterschiedliche Wege eingeschlagen haben – der eine expandiert aggressiv, der andere baut ab. Die finale Abwicklung der Übernahme steht in den nächsten Wochen an, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen.
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