Warum nur 17 Prozent der Männer den lebensrettenden PSA-Test nutzen
Wann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Warum nur 17 Prozent der Männer den lebensrettenden PSA-Test nutzen
Prostatakrebs bleibt die häufigste Krebserkrankung bei Männern und die zweit häufigste krebsbedingte Todesursache. Dennoch nehmen weniger als einer von fünf Männer unter 60 Jahren regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teil. Experten empfehlen mittlerweile den PSA-Bluttests als beste Methode zur Früherkennung von Tumoren – anstelle älterer Verfahren wie körperlichen Untersuchungen.
Ein PSA-Test misst den Eiweißspiegel im Blut, der auf Prostatakrebs hindeuten kann. Ein rascher Anstieg des PSA-Werts deutet oft auf ein erhöhtes Risiko hin. Männern ab Mitte 40 wird geraten, einen Basiswert bestimmen zu lassen, um das persönliche Risiko einzuschätzen und den weiteren Untersuchungsrhythmus festzulegen.
Die Leitlinien sehen bei Werten unter 1,5 alle fünf Jahre eine Nachuntersuchung vor. Liegt der PSA-Wert zwischen 1,5 und 3, sollten alle zwei Jahre Kontrollen erfolgen, während Werte über 3 einer weiteren Abklärung bedürfen. Viele Männer – besonders ältere – meiden Vorsorgeuntersuchungen jedoch weiterhin, oft aus Unbehagen vor Eingriffen wie der digitalen rektalen Untersuchung.
Doch Vorsorge beim Urologen dient nicht nur der Früherkennung von Prostatakrebs, sondern auch anderer Krebserkrankungen im Harntrakt, etwa in Blase, Nieren oder Hoden. Diese Tumoren zeigen häufig keine frühen Symptome, was regelmäßige Kontrollen umso wichtiger macht. Dennoch lassen sich nur etwa 17 Prozent der Männer regelmäßig urologisch untersuchen – deutlich weniger als Frauen, die Gynäkologentermine wahrnehmen.
2023 wurden in Deutschland 79.600 Neuerkrankungen an Prostatakrebs registriert. Doch genaue Daten zu PSA-Testquoten, regionalen Unterschieden oder der altersabhängigen Teilnahme fehlen.
Durch Früherkennung via PSA-Test ließen sich Leben retten, indem Prostatakrebs erkannt wird, bevor Symptome auftreten. Klare Vorsorgeempfehlungen gibt es – doch die Teilnahme bleibt gering. Ohne regelmäßige Kontrollen bleiben viele Krebserkrankungen im Urogenitalbereich oft unentdeckt, bis sie nur noch schwer behandelbar sind.
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