19 March 2026, 14:22

Vonovia steigert Gewinne 2025 – doch Mieter zahlen die Zeche für Rekordzahlen

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, identifiziert als das erste Haus in Deutschland, begleitet von strukturellen Plänen und Text auf Papier.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia steigert Gewinne 2025 – doch Mieter zahlen die Zeche für Rekordzahlen

Vonovia meldet starke Finanzzahlen für 2025 – Gewinne steigen, Mietpreise ziehen an, Kritik von Mietervereinen

Vonovia hat für das Jahr 2025 starke Finanzdaten vorgelegt: Die Gewinne stiegen, und das Unternehmen plant, seinen Wohnungsbestand weiter auszubauen. Gleichzeitig kündigte der Konzern weitere Mieterhöhungen an, was bei Mieterschutzverbänden auf Kritik stößt. Parallel dazu verkauft Vonovia Tausende Wohnungen, um die Schuldenlast zu verringern.

Der Immobilienriese verzeichnete einen Anstieg des bereinigten Nettogewinns um 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Höhere Mieten, Zusatzdienstleistungen und Immobilienverkäufe trugen zu einem Wachstum des Betriebsergebnisses bei. Auch die Aktionäre profitieren: Die Dividende soll um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie steigen.

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Vonovia besitzt derzeit rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich. Trotz des Verkaufs von 2.333 Einheiten im Jahr 2025 plant das Unternehmen, in diesem Jahr 4.200 neue Wohnungen zu errichten. Langfristig strebt der Konzern den Bau von über 65.000 zusätzlichen Wohnungen an.

Die durchschnittlichen Monatsmieten bei Vonovia stiegen 2025 um 4,6 % auf 8,38 Euro pro Quadratmeter. Damit liegen sie über dem deutschen Durchschnitt, der um knapp 4 % auf 8,19 Euro pro Quadratmeter kletterte. Der Deutsche Mieterbund wirft dem Unternehmen vor, die Mieten über die gesetzlichen Grenzen hinaus zu treiben, und bezeichnet die Erhöhungen als "drastisch".

Um die Schulden zu reduzieren, will Vonovia jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Wohnungen veräußern. Zudem könnte der Konzern nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte und Minderheitsbeteiligungen abstoßen, um den Prozess zu beschleunigen.

Vonovias Strategie verbindet Gewinnwachstum mit Schuldenabbau und gleichzeitigem Ausbau des Wohnungsbestands. Doch während das Unternehmen seine Baupläne vorantreibt, bleibt es wegen der Mietpreisentwicklung in der Kritik. Aktionäre dürfen sich über höhere Renditen freuen – für Mieter könnte der Kostendruck jedoch weiter steigen.

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