Velbert informiert über lebensverlängernde Behandlungen und Patientenrechte
Luisa KleinVelbert informiert über lebensverlängernde Behandlungen und Patientenrechte
Informationsveranstaltung zu lebensverlängernden Behandlungen in Velbert
Ende dieses Monats findet in Velbert eine Informationsveranstaltung zu lebensverlängernden medizinischen Behandlungen statt. Die Veranstaltung, organisiert vom Pflegeamt der Stadt Velbert in Zusammenarbeit mit der Bergischen Diakonie Aprath und dem SKFM Velbert/Heiligenhaus, soll Betroffenen und Angehörigen bei schwierigen Entscheidungen Orientierung bieten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 26. März, von 17:00 bis 18:30 Uhr in der Villa B (Höferstraße 37) statt. Als Referent führt Sebastian Schmitz, Fachmann des SAPV-Dienstes (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) mit Sitz in Mettmann, durch den Abend.
Schmitz wird rechtliche Aspekte lebensverlängernder Maßnahmen sowie Unterstützungsangebote für Entscheidungsprozesse erläutern. Die Thematik gewinnt vor allem vor dem Hintergrund der jüngeren Rechtsentwicklung in Deutschland an Bedeutung: Seit dem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020, das die Patientenautonomie stärkte, hat es weitreichende Reformen gegeben – etwa erweiterte Regelungen zu Patientenverfügungen und eine verpflichtende Registrierung.
Auch die ethischen Debatten in der Palliativmedizin haben in den letzten fünf Jahren an Fahrt aufgenommen. Die Richtlinien der Bundesärztekammer betonen zunehmend nicht-eskalierende Therapieansätze, während gesetzliche Änderungen – darunter die überarbeitete Fassung des § 217 StGB ab 2025 – die Diskussion über Sterbehilfe weiter anheizen.
Die Veranstaltung bietet Betreuern, Angehörigen und Interessierten die Möglichkeit, sich über zentrale Ressourcen und rechtliche Rahmenbedingungen zu informieren. Die Organisatoren hoffen, mit dem Angebot Klarheit in ein Thema zu bringen, das in Deutschland aktuell von großen rechtlichen und ethischen Entwicklungen geprägt ist. Der kostenlose Zugang soll sicherstellen, dass die wichtige Diskussion einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ist.






