Tödliches Rennen auf der A555: Prozess gegen zwei junge Fahrer beginnt in Köln

Luisa Klein
Luisa Klein
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Ein Schwarz-Weiß-Foto eines zertrümmerten Rennwagens umgeben von Reifen, mit einer Gruppe von Menschen rechts und einer Tafel mit Text im Hintergrund.Luisa Klein

Tödlicher Unfall - Prozess wegen illegaler Straßenrennen - Tödliches Rennen auf der A555: Prozess gegen zwei junge Fahrer beginnt in Köln

Prozessbeginn in Köln: Zwei Männer wegen tödlichen Unfalls bei illegalem Straßenrennen angeklagt

An diesem Freitag beginnt vor dem Landgericht Köln der Prozess gegen zwei Männer, die beschuldigt werden, durch ein illegales Straßenrennen einen tödlichen Unfall verursacht zu haben. Bei dem Vorfall im Dezember 2023 kamen eine 49-jährige Mutter und ihre 23-jährige Tochter ums Leben. Den beiden 22 Jahre alten Angeklagten wird gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr mit Todesfolge vorgeworfen.

Der Unfall ereignete sich auf der Autobahn A555 zwischen Köln und Bonn. Laut Staatsanwaltschaft sollen die beiden Fahrer mit Geschwindigkeiten von über 200 km/h in einer 120er-Zone gerast sein. Sie seien demnach nebeneinander gefahren, hätten sich mehrfach überholt und versucht, ein kleineres Fahrzeug über den Standstreifen zu überholen.

Beide Fahrzeuge gerieten außer Kontrolle, was zu einer schweren Kollision führte. Durch den Aufprall explodierte das kleinere Auto und brannte vollständig aus – die beiden Insassinnen starben noch am Unfallort.

Wegen der Komplexität des Falls wurde das Verfahren an das Landgericht Köln verwiesen. Neun Verhandlungstage sind angesetzt, die bis Mitte April dauern sollen.

Der Prozess beginnt am 17. März um 9:30 Uhr. Den Angeklagten drohen bei einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr schwere Strafen. Offiziell wurden in den letzten fünf Jahren keine weiteren tödlichen Unfälle durch illegale Autorennen auf deutschen Autobahnen registriert.