Rhein-Kirmes in Düsseldorf startet mit verschärften Sicherheitsregeln nach Unglück

Julian Lang
Julian Lang
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Ein Schwarz-Weiß-Foto von Feuerwerk, das über einer nächtlichen Stadt explodiert, während des Catalunya-Feuerwerksfestivals in Mexiko-Stadt, Mexiko im Jahr 1939, mit Menschen und Gebäuden im Hintergrund.Julian Lang

Post-Unfall: Rheinkirmes Feiert mit Großer Feuerwerkshow - Rhein-Kirmes in Düsseldorf startet mit verschärften Sicherheitsregeln nach Unglück

Düsseldorfer Rhein Kirmes kehrt mit strengeren Sicherheitsvorschriften zurück

Nach dem Feuerwerksunglück des vergangenen Jahres findet die Düsseldorfer Rhein Kirmes in diesem Jahr mit verschärften Sicherheitsauflagen statt. Das jährliche Volksfest, eines der größten in Nordrhein-Westfalen, lockt Millionen Besucher an die Ufer des Rheins. Die Veranstalter haben das Feuerwerk nun umgestellt, um eine Wiederholung der Tragödie zu verhindern, bei der ein Mensch ums Leben kam und 19 weitere verletzt wurden.

Die Kirmes feiert die 700-jährige Tradition der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft und ihren Schutzpatron, den heiligen Apollinaris. Über zehn Tage hinweg besuchen mehr als 4,1 Millionen Gäste die Festwiese, genießen Fahrgeschäfte, Essensstände und Unterhaltung von rund 300 Ausstellern. Doch die Veranstaltung des Vorjahres endete im Chaos, als eine defekte Feuerwerksbombe am Boden explodierte.

Die Fehlfunktion löste eine Kettenreaktion aus, beschädigte benachbarte Abschussrampen und schleuderte Geschosse in die Menschenmenge. Ein Mensch starb, 19 weitere wurden verletzt – vier von ihnen erlitten schwere Brandwunden, darunter drei Kinder. Spätere Ermittlungen bestätigten, dass ein fehlerhaftes Feuerwerkskörper die Ursache war.

In diesem Jahr haben die Organisatoren neue Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: Die Zuschauer müssen einen größeren Sicherheitsabstand zum Feuerwerk einhalten, und Schutzbarrieren umschließen die Abschussplattformen. Zudem könnte das Spektakel im Umfang reduziert werden, um Risiken zu minimieren.

Die Kirmes bleibt eine der wichtigsten Attraktionen der Region und verzeichnete in den letzten Jahren durchschnittlich 1,5 Millionen Besucher pro Jahr. Mit den aktualisierten Sicherheitsvorkehrungen wollen die Behörden eine sichere Umgebung für die diesjährigen Gäste gewährleisten. Die Veranstaltung findet wie geplant statt, allerdings unter strengerer Kontrolle des Feuerwerks.