31 March 2026, 08:20

Proteste in Dortmund: Solidarität statt Sozialkürzungen und Zwangsarbeit

Plakat für die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri, das bedrückte Menschen in traditioneller Kleidung mit Text oben und unten zeigt.

Proteste in Dortmund: Solidarität statt Sozialkürzungen und Zwangsarbeit

Protest vor dem Dortmunder Jobcenter: Solidarität statt Zwangsarbeit

Diese Woche fand vor dem Dortmunder Jobcenter eine Kundgebung statt, bei der mehr Solidarität mit Arbeitslosen gefordert wurde. Organisiert vom Hartz-Café Dortmund richtete sich die Veranstaltung gegen die geplante Kürzung von Sozialleistungen und machte auf die Notlage der Betroffenen aufmerksam. Ehrenamtliche und Aktivist:innen versammelten sich, um gegen die Verschärfung der Sozialpolitik zu protestieren.

Unter dem Motto "Solidarität statt Zwangsarbeit" sollte die Aktion auf die sich verschlechternden Lebensbedingungen hinweisen. Luca und Alexander, beide ehrenamtlich im Hartz-Café engagiert, halfen bei der Organisation und betonten die dringenden Bedürfnisse von Arbeitslosen. Sie warnten, dass die geplanten Kürzungen bei Sozialleistungen immer mehr Menschen in prekäre Verhältnisse drängen könnten.

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Die Anwältin und Sozialberaterin Steffi Eulitz kritisierte Vorschläge wie pauschale Wohnkostenzuschüsse, da diese die tatsächlichen Mietkosten ignorierten. Besonders gefährdete Gruppen wie Suchtkranke, Obdachlose sowie ältere oder kranke Menschen träfen die Einschnitte besonders hart, so Eulitz.

Christopher Davis, Sekretär der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU, bezeichnete die Leistungskürzungen als direkte Bedrohung für Erwerbstätige. Die Demonstration stieß auf breite Unterstützung – die Organisator:innen riefen zu mehr gemeinschaftlichem Widerstand gegen die Verschärfung der Sozialgesetze auf.

In den vergangenen drei Jahren verfolgte Dortmund unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Obdachlosigkeit. Während Projekte wie das Frauencafé – ein sicherer Ort für wohnungslose Frauen – Anerkennung fanden, führte eine strengere Polizeipraxis in der Innenstadt zu verstärkter Repression gegen Suchtkranke und Obdachlose. Diskussionen über alternative Modelle wie das Zürcher Modell laufen weiterhin.

Die Kundgebung spiegelte die wachsende Besorgnis von Arbeitslosen und benachteiligten Gruppen in Dortmund wider. Teilnehmer:innen und Initiator:innen forderten einen stärkeren öffentlichen Widerstand gegen Sozialkürzungen sowie konkrete Hilfen für Gefährdete. Die Veranstaltung unterstrich, wie dringend weiter für eine sozial gerechte Politik gekämpft werden muss – besonders angesichts weiterer geplanter Verschärfungen.

Quelle