31 March 2026, 12:23

NRW-Kitas protestieren gegen geplante KiBiz-Reformen und Personalmangel

Plakat für die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri, das eine Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung in Not zeigt, mit Text oben und unten.

NRW-Kitas protestieren gegen geplante KiBiz-Reformen und Personalmangel

In ganz Nordrhein-Westfalen brechen Proteste gegen geplante Änderungen des Landes-Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) aus. Vor dem St.-Josef-Kindergarten in Saalhausen (Lennestadt) versammelten sich Eltern, Erzieherinnen und Kinder mit Schildern, auf denen "Wir sind sprachlos" stand. Die Demonstrationen spiegeln tiefe Sorgen über Personalmangel und steigende Kosten in Kitas wider.

Organisiert wurden die Proteste von WIR-KITAs, einem Netzwerk von Kindertagesstätten. Bis zum 31. März 2026 haben sich 147 Kitas und 23 Träger in der Region dem Widerstand angeschlossen. Weitere Kundgebungen sind in Köln, Düsseldorf, Dortmund und Münster geplant.

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Besonders im Sauerland stößt das im Gesetzentwurf vorgesehene System aus Kern- und Randzeiten auf Kritik. Vanessa Frankenthal, Leiterin des St.-Josef-Kindergartens in Saalhausen, warnte, dass die Bedürfnisse der Kinder bereits jetzt wegen Personalmangels nicht ausreichend erfüllt würden. Explodierende Energiekosten und Inflation verschärften die Lage zusätzlich – viele Einrichtungen kämpfen ums Überleben.

Die Landesregierung hat für das kommende Kita-Jahr, das im August beginnt, 200 Millionen Euro zusätzliche Mittel zugesagt. Die Reformen, die 2025 in Kraft treten sollen, würden laut Behörden die Planbarkeit für Familien verbessern und die frühkindliche Bildung stärken. Doch die KiBiz-Änderungen vom Januar gingen an den zentralen Problemen der Träger vorbei.

Der geplante Umbruch stößt auf breiten Widerstand – Kitas fordern mehr Unterstützung. Sollten die Reformen beschlossen werden, würde sich die Kinderbetreuung in ganz Nordrhein-Westfalen grundlegend ändern. Die zugesagten Gelder haben die Sorgen über Personalnot und finanzielle Belastungen kaum gemildert.

Quelle