Hürths nachhaltiger Abriss: AOK-Gebäude wird zum Forschungsprojekt für die RWTH Aachen
Luisa KleinHürths nachhaltiger Abriss: AOK-Gebäude wird zum Forschungsprojekt für die RWTH Aachen
Das ehemalige AOK-Gebäude in Hürth ist abgerissen worden – ein wichtiger Meilenstein für das städtische Entwicklungsprojekt Lebensader Lux. Statt die wiederverwendbaren Materialien zu verkaufen, arbeitet die Stadt nun mit der RWTH Aachen zusammen, um sie für Forschungszwecke weiterzuverwenden. Dieser Ansatz entspricht einem Beschluss des Planungsausschusses von Ende 2023, der Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt.
Bevor der Abriss begann, führte die Stadt eine detaillierte Bestandsaufnahme der wiederverwertbaren Materialien durch. Metallplatten, Handläufe, Bodenroste, Ziegelsteine, Fenster und Bänke wurden sorgfältig ausgebaut. Eventuell gefährliche Stoffe, die während der Vorbereitungen entdeckt wurden, wurden fachgerecht entsorgt.
Da ein kommerzieller Verkauf der Materialien nicht sinnvoll war, ging Hürth eine Kooperation mit der RWTH Aachen und dem Center Construction Robotics ein. Die geborgenen Bauteile fließen nun in das europäische Forschungsprojekt Target-X ein, das neue Methoden für Lehre und Forschung entwickelt. Auf einem 4.000 Quadratmeter großen Referenzgelände in Aachen werden die Materialien für innovative Bauversuche genutzt.
Das Projekt Lebensader Lux verwandelt das ehemalige AOK-Gelände in ein modernes Gebäude und einen neuen Platz. Geplant sind ein Wasserspiel, Grünflächen und hochwertige öffentliche Einrichtungen. Beteiligt sind neben der RWTH Aachen auch die Initiativen Project TARGET-X, Center Construction Robotics GmbH, Concular GmbH sowie Rhiem & Sohn Kies und Sand GmbH & Co. KG.
Der Abriss und die Wiederverwendung der Materialien aus dem AOK-Gebäude unterstreichen das Engagement Hürths für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Durch die Partnerschaft mit der RWTH Aachen werden die Ressourcen der Forschung zugutekommen, statt im Müll zu landen. Bald ersetzen der neue Platz und das moderne Gebäude die alte Bausubstanz – und schaffen so verbesserte öffentliche Räume für die Stadt.






