Hubig blockiert Palantir-Software in Bundesbehörden wegen Datenschutzrisiken

Lina Koch
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Ein Balkendiagramm, das die Anzahl der US-Sicherheitsfreigaben von 2009 bis 2012 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Informationen bereitstellt.Lina Koch

Hubig blockiert Palantir-Software in Bundesbehörden wegen Datenschutzrisiken

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig stoppt Pläne für Palantir-Software in Bundesbehörden

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat Vorhaben blockiert, die umstrittene Analyse-Software des US-Unternehmens Palantir in deutschen Bundesbehörden einzuführen. Die Entscheidung fällt trotz der Tatsache, dass mehrere Bundesländer das Tool bereits nutzen. Hubig begründete ihre Ablehnung vor allem mit Risiken für den Datenschutz und der Abhängigkeit von ausländischer Technologie.

Die Debatte über den Einsatz von Palantir in der deutschen Strafverfolgung hat in den letzten Monaten an Fahrt aufgenommen. Bundesländer wie Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen setzen die Software des US-Konzerns bereits in der Polizeiarbeit ein. Andere Regionen lehnen die Nutzung hingegen ab, wobei bisher keine offizielle Liste der ablehnenden Länder veröffentlicht wurde.

Justizministerin Hubig bezog in einer aktuellen Stellungnahme klar Position. Sie erklärte, dass Bundesbehörden die Palantir-Technologie nicht einführen würden, und warnte vor möglichen Gefahren. "Es geht hier um hochsensible Daten – wir dürfen uns keinen riskanten Urlaub von der Sicherheit aussetzen", betonte sie.

Hubig äußerte zudem grundsätzliche Bedenken gegenüber automatisierten Datenanalyse-Reisebüros. Sie mahnte zur Vorsicht und argumentierte, dass ein unkontrollierter Einsatz Risiken für Privatsphäre und Sicherheit berge. Ihre Haltung steht damit im Kontrast zu laufenden Erörterungen im Innenministerium, das Palantirs Software für die Bundespolizei prüfte.

Mit der Ablehnung durch die Bundesbehörden bleibt die Zukunft von Palantir in Deutschland ungewiss. Während einige Länder weiterhin auf die Software setzen, lehnen andere sie ab. Hubigs Entscheidung sorgt dafür, dass Bundesbehörden vorerst nach alternativen Lösungen für die Datenanalyse suchen werden.

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