Grüne Senioren verteidigen Kompromiss für Ohligser City-Ring gegen lokale Kritik
Lina KochGrüne Senioren verteidigen Kompromiss für Ohligser City-Ring gegen lokale Kritik
Die Grünen Senioren in Solingen haben ihre Haltung zum Ohligser City-Ring verteidigt und sich gegen Kritik lokaler Gruppen gestellt. Ihre Unterstützung für einen Kompromiss im städtischen Verkehrsplan zielt darauf ab, den Rückgang des Autoverkehrs mit der Erreichbarkeit für ältere Bürger in Einklang zu bringen.
Die Diskussionen um den Ohligser City-Ring ziehen sich bereits seit Anfang der 2020er-Jahre hin, ohne dass eine endgültige Einigung in Sicht ist. Gruppen wie die Ohligser Jongens, die ISG und die OWG haben alternative Vorschläge eingebracht – von Verkehrsänderungen über Fußgängerzonen bis hin zum Schutz historischer Gebäude. Doch bis 2026 wurde keiner dieser Pläne umgesetzt.
Die Grünen Senioren lehnen Forderungen ab, den City-Ring komplett abzuschaffen. Sie argumentieren, dass eine Sperrung der Lennestraße für Busse die Haltestelle "Ohligs Markt" wegfallen ließe und damit die Mobilität älterer Fahrgäste erschwere. Stattdessen befürworten sie eine Kompromisslösung: einige Buslinien auf der Lennestraße zu reduzieren, aber wichtige Verbindungen ins Stadtzentrum zu erhalten.
Für die Gruppe geht es dabei um mehr als nur Verkehrspolitik. Sie betonen, dass die Belange älterer Menschen in Planungsentscheidungen nicht übergangen werden dürfen. Ihre Ablehnung vollständiger Straßensperrungen spiegelt die Sorge um Mobilität und Selbstständigkeit wider – besonders für Senioren, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.
Die Position der Grünen Senioren hält die Debatte um den City-Ring weiter am Leben, ohne dass bisher eine Lösung gefunden wurde. Ihr Fokus bleibt darauf gerichtet, älteren Bürgern zuverlässige Busverbindungen zu sichern. Der Streit zeigt, wie schwierig es ist, moderne Verkehrsplanung mit sozialen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.






