02 April 2026, 22:16

Fasana droht nach 100 Jahren das Aus – Insolvenz und Cyberangriff besiegeln Krise

Schwarz-weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik Deutschlands."

Fasana droht nach 100 Jahren das Aus – Insolvenz und Cyberangriff besiegeln Krise

Fasana vor möglicher Schließung nach über 100 Jahren Betrieb

Der traditionsreiche Hygienepapierhersteller Fasana aus Euskirchen steht nach mehr als einem Jahrhundert vor der drohenden Schließung. Das Unternehmen meldete Anfang Juni Insolvenz an – nach monatelangen finanziellen Schwierigkeiten. Eine gescheiterte Übernahme und ein jüngster Cyberangriff haben das Unternehmen an den Rand des Ruins getrieben.

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Fasana, vor über 100 Jahren gegründet, produziert seit 1925 Hygiene- und Textilpapiere. Das Unternehmen wuchs während des deutschen Wiederaufbaus nach dem Krieg, sah sich später jedoch mit Herausforderungen konfrontiert, als die Branche sich konsolidierte. In den letzten Jahren verschärften hohe Energiekosten und wirtschaftliche Belastungen die Lage zusätzlich.

Vier Monate lang kämpfte Fasana gegen die Insolvenz, während zwei internationale Großinvestoren Interesse zeigten. Die Verhandlungen scheiterten jedoch, als der Grundstückseigentümer einen Preis forderte, der das Dreifache des Unternehmenswerts betrug. Da Fasana das Gelände nicht selbst besitzt, gestaltete sich jede Übernahmeverhandlung besonders schwierig.

Ein Cyberangriff Anfang Juni verschlimmerte die Krise und trieb das Unternehmen schließlich in die Insolvenz. Geschäftsführer Karsten Beisert steht nun in Verhandlungen mit der Stadt Euskirchen, um in letzter Minute eine Lösung zu finden. Die Mitarbeiter, deren Zukunft ungewiss ist, erhalten in einer Betriebsversammlung aktuelle Informationen.

Ohne eine Rettung könnte Fasana endgültig schließen – und damit über ein Jahrhundert Produktion in Euskirchen beenden. Die Einbindung der Stadt könnte die letzte Chance sein, das Unternehmen und die Arbeitsplätze zu erhalten.

Quelle