Dinslaken gedenkt 2026 der Hanau-Opfer mit interreligiöser Zeremonie

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Ein steinernes Denkmal steht in einem Wald umgeben von üppiger Vegetation und Bäumen, mit Inschrift.Johanna Krüger

Dinslaken gedenkt 2026 der Hanau-Opfer mit interreligiöser Zeremonie

Dinslaken gedenkt am 19. Februar 2026 der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau

Am 19. Februar 2026 findet in Dinslaken eine Gedenkveranstaltung für die neun Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau statt. Die Feierlichkeit wird am Mahnmal "10+1 Bäume" abgehalten, einer Stätte, die an die zehn Opfer der NSU-Terrorgruppe sowie an alle Betroffenen rassistischer Gewalt in Deutschland erinnert. Bürgermeister Simon Panke betonte die Bedeutung des gemeinsamen Gedenkens und eines entschlossenen Vorgehens gegen Hass und rechtsextreme Ideologien.

Die Veranstaltung ist von 15:00 bis 16:00 Uhr am "10+1 Bäume"-Mahnmal geplant. Im Mittelpunkt steht ein interreligiöses Gebet, das von Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften sowie Schülerinnen und Schülern der Ernst-Barlach-Gesamtschule gestaltet wird. Die Gedenkfeier richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich im Zeichen des friedlichen Zusammenlebens solidarisieren möchten.

Der jährliche Gedenktag am 19. Februar in Dinslaken reiht sich in ähnliche Initiativen bundesweit ein. So veranstaltet Lübeck beispielsweise Mitte Januar eine Gedenkwochen für die Opfer eines Brandanschlags von 1996, während Bad Nenndorf jährlich unter anderem am 27. Januar an die Opfer des Holocaust erinnert und am 9. November mit einem Marsch an die NS-Pogrome mahnt.

Bürgermeister Panke unterstrich, dass die Veranstaltung die gesellschaftliche Solidarität gegen Rassismus und Diskriminierung stärken solle. Das Gedenken diene dazu, die Erinnerung an vergangene Gräueltaten wachzuhalten und gleichzeitig eine Zukunft ohne Hass zu fördern.

Die Gedenkfeier bringt Gemeinschaftsmitglieder, religiöse Würdenträger und Jugendliche zusammen, um über die Folgen rassistischer Gewalt zu reflektieren. Durch ihr gemeinsames Auftreten bekräftigen die Teilnehmenden ihr Bekenntnis zu Toleranz und Einheit. Die Veranstaltung ist zugleich eine Ehrung der Opfer und ein Aufruf, sich gegen anhaltende Diskriminierung einzusetzen.