Elektro-Lkw mit Reichweitenverlängerer könnten Diesel um 30 % unterbieten

Julian Lang
Julian Lang
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Ein Lastwagen steht vor einem Gebäude mit einer Tafel, auf der "Teilen Sie ein positiv überladenes Erlebnis" steht, mit Stufen, die zum Lastwagen führen, einem Zylinder auf dem Boden, Geländern, Strommasten mit Drähten, Laternenmasten, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Julian Lang

Elektro-Lkw mit Reichweitenverlängerer könnten Diesel um 30 % unterbieten

Eine neue Analyse des Ingenieursdienstleisters FEV deutet darauf hin, dass elektrisch betriebene Lkw mit Reichweitenverlängerer (REEVs) die Betriebskosten im Vergleich zu Dieselmodellen um bis zu einem Drittel senken könnten. Die Studie hebt sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile hervor – darunter geringere Fahrzeugkosten, höhere Nutzlasten und reduzierte CO₂-Emissionen. Zudem entfällt bei diesen Lkw der Bedarf an teuren öffentlichen Ladeinfrastrukturen, da sie über Nacht im Depot geladen werden können.

Die Kosteneinsparungen ergeben sich aus mehreren Schlüsselfaktoren. REEVs kommen mit kleineren Batterien aus – etwa 280 kWh – während rein elektrische Fernverkehrs-Lkw in der Regel 560 kWh benötigen. Dadurch verringern sich sowohl das Fahrzeuggewicht als auch die Anschaffungskosten, während gleichzeitig mehr Ladung transportiert werden kann.

Die Berechnungen von FEV basieren auf realistischen europäischen Fahrprofilen, bei denen die Lkw über Nacht mit Industrie-Stromtarifen von etwa 19 Cent pro Kilowattstunde geladen werden. Selbst in den ungünstigsten Langstrecken-Szenarien liegen die Total Cost of Ownership (TCO) von REEVs noch rund 14 Prozent unter denen von Diesel-Lkw. In Regionen mit günstigerem Strom steigen die Einsparungen weiter an.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Batterien langsam über Standard-Wechselstromladestationen (ca. 22 kW) aufzuladen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit leistungsstarker öffentlicher Schnellladestationen, da die Fahrzeuge am nächsten Tag fast vollständig elektrisch fahren können. Trotz dieser Vorteile haben bisher keine europäischen Logistikunternehmen Pilotprojekte oder Flottenumstellungen für REEVs dieses Typs gestartet.

Die Studie zeigt, dass REEVs im Vergleich zu Diesel-Lkw deutliche wirtschaftliche und ökologische Verbesserungen bieten könnten. Durch den geringeren Batteriebedarf, den reduzierten Infrastrukturaufwand und das nächtliche Laden im Depot stellen sie eine praxistaugliche Lösung für den Fernverkehr dar. Eine konkrete Markteinführung in Europa steht jedoch noch aus.

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