19 March 2026, 20:16

Bochum will Taxi-Preise reformieren – soll Uber-Konkurrenz dastehen?

Ein gelbes Taxi fährt eine belebte Stadtstraße entlang, die von Gebäuden gesäumt ist, während Fußgänger mit Regenschirmen auf dem Gehweg gehen.

Bochum will Taxi-Preise reformieren – soll Uber-Konkurrenz dastehen?

Bochum prüft Reform der Taxi-Regeln – Flexiblere Preise als Antwort auf Konkurrenz durch Uber & Co.

In Bochum wird über Änderungen der Taxi-Vorschriften diskutiert, da der Wettbewerb zwischen klassischen Taxis und Fahrvermittlungsdiensten wie Uber zunimmt. Die Stadtverwaltung erwägt ein flexibleres Preissystem nach dem Vorbild von Uber, um Taxiunternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Gleichzeitig setzt sich die Freie Demokratische Partei (FDP) für Reformen ein und argumentiert, dass strengere Regeln für Fahrvermittlungsdienste nicht die Lösung seien.

Die FDP-Fraktion in Bochum schlägt vor, dass Taxen dynamische Preise einführen sollten – mit günstigeren Tarifen und Festpreisen, die vor Fahrtbeginn vereinbart werden. Dies stoße bei Verbrauchern auf breite Zustimmung und würde die Wettbewerbsbedingungen mit appbasierten Anbietern angleichen, so die Partei. Zudem betont sie, dass Fahrvermittlungsplattformen nicht "dämonisiert" werden dürften, sondern als Teil eines sich wandelnden Mobilitätsmarktes zu betrachten seien.

Um die Optionen zu bewerten, hat Bochum ein Gutachten in Auftrag gegeben, das ein neues Preismodell entwickeln soll. Die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet. Bereits jetzt hat die engere Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Taxiverbänden zu einem vorläufigen Stopp der Tariferhöhungen für klassische Taxis im Jahr 2025 geführt.

Während Bochum einen gemäßigteren Kurs steuert, hat die Debatte in der Nachbarstadt Essen eine andere Richtung genommen: Dort haben Spannungen zwischen Uber-Fahrern und lokalen Behörden zu Protesten geführt. In Essen sollen die Preise für Fahrvermittlungsdienste bis Ende 2026 um 15 Prozent steigen. Bochum hingegen geht schrittweise vor: Ab Februar 2026 wird eine Arbeitsgruppe neue Tarifstrukturen berechnen, während der Essener Stadtrat am 10. März 2026 über einen Entwurf abstimmen soll.

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Die Pläne Bochums könnten die Abrechnung von Taxifahrten grundlegend verändern – hin zu einem System, das die Flexibilität von Fahrvermittlungsdiensten widerspiegelt. Das Gutachten wird zeigen, ob solche Änderungen umsetzbar sind; Entscheidungen werden voraussichtlich nach dem Sommer fallen. Bis dahin hat die Stadt die Tariferhöhungen für traditionelle Taxis ausgesetzt, während nach langfristigen Lösungen gesucht wird.

Quelle