Zoll deckt massive Arbeitsrechtsverstöße in Borkener Betrieben auf
Johanna KrügerZoll deckt massive Arbeitsrechtsverstöße in Borkener Betrieben auf
Zollbeamte im Kreis Borken haben bei jüngsten Kontrollen weitverbreitete Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt. Neun Mitarbeiter des Hauptzollamts Münster überprüften mehrere Betriebe, darunter Restaurants und ein Taxiunternehmen. Dabei wurden illegale Beschäftigung, fehlende Unterlagen sowie Lohnverstöße festgestellt.
Bei einer ersten Kontrolle in einem Gastronomiebetrieb wurde ein 68-jähriger Arbeitnehmer ohne gültige Aufenthaltserlaubnis angetroffen. Zudem weigerte sich ein Mitarbeiter, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten, woraufhin ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wurde.
In einem zweiten Restaurant häuften sich die Verstöße: Zwei Beschäftigte waren nicht bei der Sozialversicherung gemeldet, ein weiterer erhielt Löhne unter dem Mindestlohn. Darüber hinaus arbeitete ein Mann dort ohne gültige Aufenthaltsdokumente.
An einem dritten Standort kamen weitere Unregelmäßigkeiten ans Licht. Mitarbeiter waren ohne Sozialversicherungsmeldung tätig, und zwei Personen konnten auf Anfrage keine Ausweispapiere vorlegen.
Goswin Brehe, Leiter der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), bezeichnete die Ergebnisse als "erschütternd". Er betonte, wie wichtig solche Kontrollen seien, um gesetzestreue Unternehmen vor unfairem Wettbewerb zu schützen.
Die Razzien förderten ein breites Spektrum an Verstößen zutage – von illegalem Aufenthalt über Lohnunterschreitung bis hin zu nicht angemeldeter Beschäftigung. Gegen die Verantwortlichen wurden Folgeverfahren eingeleitet. Die Feststellungen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Arbeits- und Einwanderungsrecht.






