Zoll deckt bei Großrazzia tausende Mindestlohnverstöße und illegale Jobs auf
Julian LangZoll deckt bei Großrazzia tausende Mindestlohnverstöße und illegale Jobs auf
Deutsche Zollbehörden decken bei Großrazzia massenhafte Verstöße gegen Mindestlohn und illegale Beschäftigung auf
Die deutschen Zollbehörden haben eine groß angelegte Kontrollaktion zur Bekämpfung von Mindestlohnverstößen und illegaler Beschäftigung abgeschlossen. Im Fokus standen besonders risikobehaftete Branchen wie das Gastgewerbe.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) leitete die bundesweiten Überprüfungen und setzte dabei mehr als 3.000 Zollmitarbeiter ein. Sie befragten rund 6.500 Beschäftigte zu ihren Arbeitsverträgen und -bedingungen. Parallel führten Beamte über 700 detaillierte Prüfungen von Unternehmenslohnabrechnungen und Finanzunterlagen durch.
Die Kontrolleure deckten etwa 1.800 Verdachtsfälle auf. Davon betrafen rund 600 mögliche Verstöße gegen den Mindestlohn. Zudem wurde flächendeckende illegale Beschäftigung aufgedeckt, was zu über 800 Ermittlungen wegen nicht angemeldeter Arbeit führte.
Als Konsequenz leitete der Zoll 460 Verwaltungsverfahren ein, darunter mehr als 90 wegen Mindestlohnverstößen. In rund 340 Fällen folgten strafrechtliche Schritte – 45 davon wegen vorenthaltener Sozialabgaben und 150 wegen illegalen Aufenthalts. In Nachprüfungen werden nun Arbeiteraussagen mit Unternehmensdaten abgeglichen, um die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen.
Constanze Voß, Leiterin der FKS-Finanzkontrolle, betonte die Bedeutung dieser gezielten Kontrollen. Die FKS führe solche Operationen regelmäßig durch und konzentriere sich dabei auf Branchen, in denen Ausbeutung und Schwarzarbeit besonders verbreitet seien.
Die Razzia führte zu Hunderten rechtlicher Maßnahmen – von Bußgeldern bis hin zu Strafverfahren. Die Behörden werden weiterhin Arbeiterzeugnisse mit Arbeitgeberunterlagen abgleichen, um die Regelkonformität sicherzustellen. Die Ermittlungen in den aufgedeckten Fällen laufen noch.






