Zoll beschlagnahmt tausende illegale F3-Feuerwerkskörper vor Silvester
Deutsche Zollbeamte beschlagnahmen tausende illegale Feuerwerkskörper
In den vergangenen Wochen haben deutsche Zollbehörden tausende illegale Feuerwerkskörper sichergestellt. Die verschärften Kontrollen erfolgen vor dem Hintergrund des bevorstehenden Silvesterabends, an dem der Markt häufig mit nicht zugelassener Pyrotechnik überflutet wird. Die Behörden warnen, dass der Einsatz solcher Artikel schwere Verletzungen und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Allein in den ersten Dezemberwochen leitete das Zollamt Krefeld 18 Ermittlungsverfahren ein. Die beschlagnahmten Feuerwerkskörper gehörten sämtlich der Kategorie F3 an, die ausschließlich für ausgebildete Fachleute bestimmt ist.
Insgesamt zogen die Beamten 3.246 illegale Feuerwerkskörper ein, die 8.162 Gramm Sprengstoff enthielten. Diese Waren gelangen oft ohne ordnungsgemäße Kontrollen oder Genehmigungen nach Deutschland. Viele sind mangelhaft verarbeitet oder stammen aus unbekannten Quellen, was erhebliche Sicherheitsrisiken birgt.
Nach deutschem Recht ist der Import oder Transport von F3-Feuerwerk innerhalb der EU an eine Sondergenehmigung gebunden. Der Einsatz nicht gekennzeichneter oder nicht konformer Pyrotechnik ist gemäß Sprengstoffgesetz verboten. Verstöße können mit Bußgeldern oder strafrechtlichen Ermittlungen geahndet werden.
Stefan Frisch, Sprecher des Hauptzollamts Krefeld, rief die Bevölkerung dazu auf, von illegalem Feuerwerk Abstand zu nehmen. Er wies auf die extremen Gefahren hin, darunter lebensbedrohliche Verletzungen. Das Zollamt hat eine spezielle Webseite mit Informationen zu den Feuerwerksvorschriften eingerichtet, die unter https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Reisen-innerhalb-der-EU/Einschraenkungen/Feuerwerkskoerper/feuerwerkskoerper_node.html abrufbar ist.
Bei weiteren Fragen kann sich die Öffentlichkeit per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 02151 - 850 10600 an das Hauptzollamt Krefeld wenden.
Die beschlagnahmten Feuerwerkskörper gehörten durchgehend der hochriskanten Kategorie F3 an, die ausschließlich für Experten bestimmt ist. Die Zollbehörden setzen ihre Überwachung illegaler Importe im Vorfeld von Silvester fort. Wer mit nicht zugelassener Pyrotechnik erwischt wird, muss mit strafrechtlichen Anklagen und schweren Sanktionen rechnen.






