Willich plant 200 Wohnungen im Moltkedorf – doch Anwohner protestieren gegen Verdichtung
Luisa KleinWillich plant 200 Wohnungen im Moltkedorf – doch Anwohner protestieren gegen Verdichtung
Willich treibt ein neues Wohnprojekt voran, um den dringenden Bedarf an Wohnraum zu decken. Auf dem 2,9 Hektar großen Gelände namens Moltkedorf entstehen 200 Wohneinheiten in einer Hofanlage mit Grünflächen. Doch Anwohner äußern massive Bedenken gegen Umfang und Auswirkungen des Vorhabens.
Die ersten Pläne für das Moltkedorf sehen eine Mischung aus Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern vor. Der Zugang erfolgt über die Moltkestraße, während ein einseitig befahrbares Ringsystem alle Einheiten verbindet. Parkmöglichkeiten umfassen oberirdische Stellplätze, Garagen und eine Tiefgarage.
Kritik gibt es vor allem an der verdichteten Bebauung, insbesondere an den geplanten viergeschossigen Gebäuden in der Nähe der Kleingärten. Über 70 Bürger unterzeichneten eine gemeinsame Stellungnahme gegen die aktuelle Planung. Sie fürchten mehr Verkehr, Parkplatzmangel und eine Überlastung der lokalen Infrastruktur. Auch ökologische Bedenken wurden geäußert, besonders zum Erhalt eines Grünstreifens entlang der Moltkestraße 31–35.
Die Stadt verspricht eine stärkere Einbindung der Anwohner in den Planungsprozess. Als nächste Schritte stehen die Investorensuche, die Ausschreibung und die Ausarbeitung eines detaillierten Entwurfs an. Bevor endgültige Entscheidungen fallen, soll es eine weitere Runde öffentlicher Rückmeldungen geben. Zudem plant die Stadt, die Flüchtlingsunterkunft Moltkedorf bis Jahresende zu schließen.
Neue Rad- und Fußwege sollen die Kruse Straße mit An Liffersmühle verbinden und die Erschließung des Gebiets verbessern. Trotz der Kritik zielt das Projekt darauf ab, den akuten Wohnraummangel in Willich durch eine Mischung aus Wohnformen und gemeinsamen Grünflächen zu lindern.
Das Moltkedorf-Projekt geht nun in die nächste Phase: Investoren werden gesucht, die Pläne weiter verfeinert. Bevor der Bau beginnt, erhalten die Anwohner erneut Gelegenheit, ihre Meinung zu äußern. Die Stadt bleibt bemüht, den Wohnraumbedarf mit den Anliegen der Bürger und ökologischen Aspekten in Einklang zu bringen.






