Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße auf Bielefelder Schulbaustelle entdeckt
Luisa KleinSchwarzarbeit und Mindestlohnverstöße auf Bielefelder Schulbaustelle entdeckt
Bei einer Routinekontrolle auf einer Schulbaustelle in Bielefeld sind zahlreiche Verstöße gegen das Arbeitsrecht aufgedeckt worden. Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führten die Überprüfung am 1. Oktober 2025 durch. Ihre Ermittlungen förderten Unregelmäßigkeiten zutage, die Dutzende Beschäftigte und über 30 Fälle von Nichteinhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften betreffen.
Rund 40 Mitarbeiter der FKS-Standorte Bielefeld und Herford besuchten das Bauprojekt der Martin-Niemöller-Gesamtschule im Stadtteil Schildesche. Sie befragten 58 Angestellte, die für 13 verschiedene Unternehmen tätig sind, zu ihren Verträgen und Arbeitsbedingungen.
Die Kontrollen ergaben 37 einzelne Verstöße. Der Großteil davon – insgesamt 31 Fälle – betraf Arbeitgeber, die neue Beschäftigte nicht unverzüglich bei den Sozialversicherungsträgern gemeldet hatten. In drei Fällen ging es um Lohnunterschreitungen unter dem Mindestlohn, bei weiteren drei um Sozialleistungsbetrug.
Da die betroffenen Unternehmen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Bielefeld fallen, werden die Fälle nun von den jeweiligen regionalen Zollbehörden weiterverfolgt. Diese prüfen Unterlagen und führen zusätzliche Ermittlungen durch, um festzustellen, ob weitere Verstöße – darunter mögliche Vergehen gegen das Aufenthaltsrecht – vorliegen.
Die vorläufigen Ergebnisse zeigen Mängel bei der Lohnabrechnung, der Meldung an die Sozialversicherung und bei Leistungsansprüchen auf. Die betroffenen Firmen stehen unter verstärkter Beobachtung, während die Zollbeamten die Beweislage detailliert auswerten. Weitere Maßnahmen hängen von den Ergebnissen der regionalen Untersuchungen ab.






