Weitkamp II: Oelde baut neues Wohnviertel mit 109 Einheiten trotz Grundwasser-Herausforderungen
Weitkamp II: Oelde baut neues Wohnviertel mit 109 Einheiten trotz Grundwasser-Herausforderungen
In Oelde hat der Bau von Weitkamp II begonnen, einem neuen Wohngebiet auf einer Fläche von zehn Hektar. Das Projekt erweitert den bestehenden Stadtteil Weitkamp I um 109 Wohneinheiten. Die Arbeiten starteten im April 2024 und sollen bis Mitte 2025 abgeschlossen werden.
Die Baustelle stellt aufgrund des tief liegenden Geländes besondere Herausforderungen dar: An einigen Stellen liegt der Grundwasserspiegel nur 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche. Dies erfordert eine sorgfältige Planung von Entwässerung und Infrastruktur.
Das neue Viertel umfasst eine Mischung aus Doppelhäusern, Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern. Um die Entwässerung zu gewährleisten, wird der nördliche Bereich aufgeschüttet, wobei die Straßen auf einem Damm verlaufen. Aufgrund des geringen Gefälles können die Entwässerungssysteme nur mit minimaler Neigung verlegt werden.
Für das Projekt setzt Oelde auf PVC-U-Abwasserrohre. Insgesamt werden 1.660 Meter blaue Rohre für die Regenwasserableitung und 1.475 Meter braune Rohre für das Schmutzwasser verlegt. Die Regenwasserrohre mit Durchmessern von DN/OD 315 bis DN/OD 630 verfügen über eine erhöhte Ringsteifigkeit von 16 kN/m², um der flachen Verlegung und der begrenzten Erdüberdeckung standzuhalten. Die Schmutzwasserrohre werden mit einem Durchmesser von DN/OD 200 ausgeführt. Die acht Komma fünf Meter breiten Straßen müssen zudem Platz für ein Kältenetz zur Fernwärmeversorgung und Leitungen für die E-Mobilität bieten. Das Trennsystem für Schmutz- und Regenwasser soll die Effizienz steigern und das Überschwemmungsrisiko verringern.
Die Fertigstellung von Weitkamp II ist für Mitte 2025 geplant. Nach Abschluss bietet das Projekt 109 neue Wohnungen mit moderner Infrastruktur. Durch den Einsatz verstärkter PVC-U-Rohre und aufgeschütteter Straßen soll den Entwässerungsproblemen des Geländes begegnet werden, während gleichzeitig zukünftige Versorgungsnetze unterstützt werden.
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