Warnstreik legt öffentlichen Nahverkehr in Düsseldorf komplett lahm
Öffentlicher Nahverkehr in der Landeshauptstadt lahmgelegt: Rheinbahn stellt Bus- und Bahnbetrieb fast komplett ein
Am Montag kam der öffentliche Verkehr in der Landeshauptstadt nahezu zum Erliegen, nachdem die Rheinbahn fast alle Bus- und Bahnverbindungen einstellte. Der Schritt erfolgte als Reaktion auf einen Warnstreik der Gewerkschaft Verdi – obwohl die Gewerkschaft betont, dass sich die Arbeitsniederlegung ausschließlich auf Werkstätten und nicht auf Fahrpersonal richtete. Die Einstellung des Betriebs ließ Pendler vier Tage lang ohne Verkehrsmittel zurück; nur Linien, die von externen Auftragnehmern betrieben werden, fuhren weiter.
Die Rheinbahn-Geschäftsführung entschied, sämtliche Fahrer nach Hause zu schicken, und begründete dies mit Bedenken zur Sicherheit. Diese Maßnahme überraschte Verdi, das lediglich zu Streiks in den Werkstätten aufgerufen hatte. Ein Gewerkschaftssprecher wies die Begründung des Unternehmens als Vorwand zurück und bestritt, dass es eine Rechtfertigung dafür gebe, Fahrer vom Dienst abzuziehen.
Anders als in anderen Städten, wo der Öffentliche Personennahverkehr trotz ähnlicher Werkstattstreiks aufrechterhalten wurde, kam es bei der Rheinbahn zu flächendeckenden Ausfällen. Verdi wies die Darstellung des Unternehmens, die Gewerkschaft trage die Verantwortung für die massiven Behinderungen, entschlossen zurück. Die Entscheidung der Rheinbahn, den Betrieb komplett einzustellen, stieß auf Kritik – die Gewerkschaft betont, ihre Arbeitskampfmaßnahmen hätten niemals direkt das Fahrpersonal treffen sollen.
Die Folge waren vier Tage mit schweren Verkehrsbehinderungen in der gesamten Hauptstadt. Fahrgäste, die auf das Rheinbahn-Netz angewiesen waren, sahen sich mit Ausfällen konfrontiert, während Alternativen auf einige wenige, extern betriebene Linien beschränkt blieben.
Der Konflikt wirft nun Fragen nach dem Krisenmanagement der Rheinbahn auf. Mit nur noch den vertraglich gebundenen Linien im Betrieb kämpfte das städtische Verkehrsnetz mit den Auswirkungen. Verdi weist weiterhin jede Verantwortung für die großflächige Einstellung des Betriebs von sich und macht stattdessen die Unternehmensführung für die Entscheidung verantwortlich, die Fahrer abzugehen.






