Vom Snackbar-Flop zum Döner-Imperium: Metin Dags unglaublicher Aufstieg
Luisa KleinVom Snackbar-Flop zum Döner-Imperium: Metin Dags unglaublicher Aufstieg
Metin Dag, ein Autodidakt und Unternehmer, hat in über 30 Jahren aus Rückschlägen ein wachsendes Gastronomie-Imperium aufgebaut. Sein Weg begann mit einer kleinen Snackbar, die wegen einer ungünstigen Lage scheiterte. Doch 2008 eröffnete er in Köln das Restaurant Mangal und brachte so die türkische Holzkohle-Grillkultur in die Stadt. Heute expandiert er gemeinsam mit dem ehemaligen Fußballer Lukas Podolski eine Döner-Kette – mit Plänen für 1.000 Filialen und sogar Experimenten mit Roboter-Küchen.
Dags Karriere war von harten Lektionen geprägt. Nach dem schnellen Scheitern seiner ersten Snackbar arbeitete er für andere Caterer, bevor er einen neuen Anlauf wagte. 2008 gründete er mit seinem Bruder Mangal in Köln, das mit seinen Holzkohle-gegrillten türkischen Spezialitäten überzeugte. Der Erfolg bestärkte ihn, noch größer zu denken.
2018 schloss sich Dag mit Lukas Podolski zusammen und gründete die LuknDag GmbH. Ihr erstes Projekt, Mangal X LP10, sollte den Döner Kebap modernisieren. Die Marke wuchs rasant: Bis 2024 entstanden 46 Filialen in Deutschland, den Niederlanden und Polen. Im selben Jahr eröffneten sie ihren ersten Standort in Berlin – der jedoch nach sechs Monaten wieder schloss. Ein vorübergehender Rückschlag, denn die Pläne für eine dauerhafte Niederlassung bestehen weiter.
Doch mit dem Wachstum kamen auch Herausforderungen. 2024 gab es in mehreren Mangal X LP10-Filialen Hygienemängel, woraufhin das Unternehmen mit lokalen Behörden an strengeren Standards arbeitete. Um die Betriebsabläufe zu professionalisieren, holte Dag Marco Schepers an Bord – einen Branchenveteran mit 19 Jahren Erfahrung bei Yum! – als Geschäftsführer.
Die Partnerschaft treibt die Expansion weiter voran. Dag und Podolski streben in den kommenden Jahren 1.000 Mangal-Döner-Restaurants an. Gleichzeitig testet Dag Automatisierung: Gemeinsam mit dem Start-up Circus Kitchens entwickelt er eine vollständig robotergesteuerte Restaurantkette.
Aktuell umfasst Mangal X LP10 46 Standorte, wobei die Hygienestandards verbessert und die Führung durch Branchenkenntnis gestärkt werden. Die nächste Phase sieht eine feste Berliner Filiale, eine massive Expansion auf 1.000 Restaurants und Experimente mit automatisiertem Kochen vor. Dags drei Jahrzehnte voller Versuch und Irrtum haben ein Unternehmen geformt, das Tradition mit modernster Technologie verbindet.






