VoltaVia revolutioniert Baustellen: Wie Elektrogeräte Diesel ersetzen sollen
VoltaVia revolutioniert Baustellen: Wie Elektrogeräte Diesel ersetzen sollen
VoltaVia: Elektrogeräte sollen Dieselmaschinen auf Baustellen in der DACH-Region ersetzen
Ein neues Projekt mit dem Namen VoltaVia arbeitet daran, Dieselmaschinen auf Baustellen in der DACH-Region durch elektrische Alternativen zu ersetzen. Unter der Leitung des PEM-Forschungsinstituts der RWTH Aachen zielt die Initiative darauf ab, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig die Effizienz zu steigern. Erste Erkenntnisse deuten auf erhebliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile für die Branche hin.
Das Projekt analysierte reale Telematikdaten, um ein Energienachfragemodell zu entwickeln. Dieses hilft, den zukünftigen Bedarf an Strom und Wasserstoff für Baumaschinen vorherzusagen. Die Forscher testeten zudem verschiedene Versorgungskonzepte, darunter Ladestationen und Optionen für die Wasserstoffbetankung.
Die Tests zeigten, dass die Elektrifizierung einer 16 Kilometer langen Baustelle bis zu 960 Tonnen CO₂ einsparen könnte. Elektrogeräte reduzieren nicht nur die Emissionen, sondern senken auch die Betriebskosten und erfordern weniger Wartung als dieselbetriebene Alternativen. Für viele Dieselmaschinen gibt es bereits elektrische Versionen oder diese befinden sich in der Entwicklung. Achim Kampker, Leiter des PEM-Instituts, betonte das wirtschaftliche Potenzial für kleine und mittlere Unternehmen. Dennoch bleiben hohe Anfangsinvestitionen und eine begrenzte Ladeinfrastruktur zentrale Herausforderungen.
In der zweiten Phase von VoltaVia liegt der Fokus auf der Ausschreibung großer Projekte und der Untersuchung der Auswirkungen auf die gesamte Branche. Kurzfristig werden batteriebetriebene Lösungen den Wandel vorantreiben. Langfristig könnte wasserstoffbetriebene Technik an Bedeutung gewinnen – insbesondere für größere Maschinen. Bis Januar 2026 wurden noch keine öffentlichen Partnerschaften mit Unternehmen bekannt gegeben.
Das VoltaVia-Projekt zeigt, dass die Elektrifizierung von Baustellen zu deutlichen CO₂-Einsparungen und Kostensenkungen führen kann. Während zunächst batteriebetriebene Lösungen dominieren werden, hängt die langfristige Rolle von Wasserstoff von der Entwicklung der Infrastruktur ab. Die nächsten Schritte umfassen die Erprobung praktischer Anwendungen und die Bewältigung finanzieller Hürden für eine breitere Einführung.
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