13 March 2026, 10:14

Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter-Unfälle und Drogen am Steuer

Eine Liniendiagramm mit der Bezeichnung "Verkehrstote in den Vereinigten Staaten" zeigt die Anzahl der Verkehrstoten im Laufe der Zeit auf einem weißen Hintergrund.

Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter-Unfälle und Drogen am Steuer

Verkehrssicherheitsentwicklung im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischte Bilanz

Die Verkehrssicherheitsstatistiken für den Märkischen Kreis weisen für das Jahr 2025 sowohl Fortschritte als auch Rückschläge auf. Zwar blieb die Gesamtzahl der Unfälle stabil, doch gingen schwere Verletzungen deutlich zurück, und es gab weniger Todesopfer auf den Straßen. Besorgniserregend sind jedoch der starke Anstieg von E-Scooter-Unfällen sowie drogenbedingte Verkehrsdelikte, die bei den Behörden Alarm auslösen.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Märkischen Kreis blieb 2025 mit 14.343 registrierten Vorfällen nahezu unverändert. Leichte Verletzungen stiegen um 6,4 % auf 945 Fälle an. Gleichzeitig sank die Zahl der Schwerverletzten um 15 % auf 192 Personen.

Die Unfälle mit E-Scootern setzten ihren negativen Trend fort: 2025 verletzten sich 49 Fahrer. Seit 2020 haben sich die schweren Verletzungen durch E-Scooter-Unfälle dramatisch erhöht – von 12 Fällen im Jahr 2020 auf vorläufig 45 im Jahr 2024, mit einem Höchststand von 52 im Jahr 2022. Die häufigsten Verstöße waren das Fahren auf Gehwegen (48 % der Fälle), überhöhte Geschwindigkeit (32 %) sowie das Unterlassen von Beleuchtung oder Reflektoren bei Nacht (22 %).

Zu den Hauptursachen für schwere Unfälle zählten weiterhin Rasen, Missachtung der Vorfahrt und falsches Abbiegen. Gleichzeitig nahm die Zahl der drogenbedingten Verkehrsdelikte stark zu: 2025 mussten 1.367 Fahrer eine Blutprobe abgeben – ein Anstieg gegenüber 915 im Vorjahr.

Bei Motorradfahrern ging die Unfallzahl zurück: 2025 gab es 98 Vorfälle mit drei Todesopfern. Dagegen verschlechterte sich die Sicherheit von Kindern – 142 wurden auf dem Schulweg verletzt, gegenüber 128 im Jahr 2024. Besonders tragisch: Eine 10-jährige Schülerin aus Ihmert kam 2025 bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Insgesamt sank die Zahl der Verkehrstoten von 11 im Jahr 2024 auf sieben im Jahr 2025.

Die aktuellen Zahlen zeigen zwar Fortschritte bei der Reduzierung von Schwerverletzten und Todesopfern im Straßenverkehr des Märkischen Kreises. Doch der Anstieg von E-Scooter-Unfällen, Drogen am Steuer und Kinderverletzungen macht deutlich, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Die Behörden dürften künftig auf strengere Kontrollen und Präventionskampagnen setzen, um diese Probleme in den Griff zu bekommen.

Quelle