Probealarm in Lünen scheitert: Alle 28 Sirenen blieben stumm
Probealarm in Lünen offenbart Schwächen im Warnsystem
Bei einer kürzlichen Notfallübung in Lünen wurden Mängel im städtischen Warnsystem aufgedeckt. Am 12. März führte ein technischer Defekt dazu, dass alle 28 Sirenen der Stadt während des Tests stumm blieben. Die Behörden haben das Problem inzwischen eingeräumt und räumen ein, dass dies das Vertrauen der Bürger in das System erschüttert hat.
Die Stadt Lünen hatte am 12. März einen geplanten Probealarm durchgeführt, um die Zuverlässigkeit verschiedener Warnkanäle zu überprüfen – darunter Sirenen, Warn-Apps und Cell-Broadcast-Systeme.
Während die Warn-Apps NINA und KATWARN einwandfrei funktionierten, blieb das gesamte Sirenennetzwerk der Stadt mit 28 Anlagen aufgrund einer Störung stumm. Einige Anwohner berichteten, stattdessen Alarmsignale aus Nachbargemeinden gehört zu haben. Der Vorfall wirft Fragen zur Einsatzbereitschaft des Systems im Ernstfall auf.
Michael Thiel, kommissarischer Leiter der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Bevölkerungsschutzes in Lünen, gab zu, dass der Ausfall der Sirenen die Bevölkerung verunsichert habe. Die Behörden ermitteln nun nach der Ursache des technischen Problems. Sobald die Störung behoben ist, wird die Öffentlichkeit informiert.
Die Übung zeigte eine deutliche Lücke im Warnnetz der Stadt auf: Zwar funktionierten die mobilen Benachrichtigungen wie vorgesehen, doch der Ausfall der Sirenen hat eine Überprüfung des Systems notwendig gemacht. Weitere Details wird die Stadt bekannt geben, sobald die Untersuchungen zum Defekt abgeschlossen sind.