20 March 2026, 18:16

Stadtrat genehmigt Millionen-Sanierung für marode Gebäude trotz Haushaltsstreit

Eine überflutete Stadtstraße mit Fahrzeugen, Fußgängern, einem Zelt, Strommasten, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Stadtrat genehmigt Millionen-Sanierung für marode Gebäude trotz Haushaltsstreit

Der Stadtrat hat dringende Sanierungsarbeiten an zwei zentralen städtischen Gebäuden genehmigt, während die umfassenderen Haushaltsberatungen verschoben wurden. Für die Überarbeitung der Elektroinstallationen im Bürgerzentrum Bergischer Löwe wurden 2,5 Millionen Euro freigegeben – dies erfolgte nach Warnungen vor lebensbedrohlichen Überflutungsrisiken. Gleichzeitig wurden 250.000 Euro für notwendige Modernisierungen im Jugendzentrum Q1 bereitgestellt, um den Betrieb bis zur Eröffnung eines neuen Standorts aufrechtzuerhalten.

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In der jüngsten Sitzung wies Alexandra Meuthen, Leiterin des städtischen Liegenschaftsamts, auf den kritischen Zustand des Bergischen Löwen hin. Sie betonte, dass veraltete Elektroanlagen und die Hochwassergefahr gefährliche Bedingungen schaffen könnten. Nach einer nicht öffentlichen Debatte stimmten die Ratsmitglieder mit großer Mehrheit für die Verlegung und Erneuerung der Leitungen – trotz anfänglicher Skepsis von Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzendem der SPD, der sich für ein Abwarten bis zur Vorlage eines Gesamtkonzepts ausgesprochen hatte.

Auch der Jugendhilfeausschuss und der Haushaltsausschuss unterstützten die Übergangsmaßnahmen für das Q1-Jugendzentrum. Die 250.000 Euro fließen in Brandschutz- und Elektroarbeiten, um die Einrichtung bis zur Fertigstellung eines größeren, 250 Quadratmeter umfassenden Jugendtreffs in der Oberen Mainstraße offen zu halten. Dieser neue Raum soll von Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum gemeinsam genutzt werden; die genauen Nutzungsmodalitäten werden mit den künftigen Mietern abgestimmt.

Die Haushaltsverhandlungen gerieten indes ins Stocken. Die CDU forderte Kürzungen und eine Neuausrichtung des Entwurfs von Bürgermeister Marcel Kreutz und war dabei auf die Unterstützung von SPD und Grünen angewiesen, um eine Mehrheit zu sichern. Statt einer Abstimmung einigten sich CDU, Grüne und SPD gemeinsam darauf, die Entscheidungen auf die nächste Dienstagssitzung des vollen Rates zu vertagen. Auch die Prüfung des laufenden Haushalts und der Personalpläne wurde vom Haushaltsausschuss verschoben.

Die bewilligten Mittel sollen akute Sicherheitsmängel im Bergischen Löwen und im Q1-Jugendzentrum beheben. Die Verschiebung der weiteren Haushaltsdebatten deutet auf anhaltende Verhandlungen innerhalb des bürgerlichen Lagers hin. Die endgültigen Abstimmungen zu Haushalt und Personalplanung stehen nun für die nächste Woche an.

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