21 April 2026, 08:16

Solingen: Politischer Machtkampf um faire Löhne im Krankenhaus-Service

Schwarz-weißes Architekturzeichnung des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, mit detailliertem Grundriss von Zimmern, Fluren und elektrischer Verkabelung.

Solingen: Politischer Machtkampf um faire Löhne im Krankenhaus-Service

Politischer Streit um Arbeitsbedingungen bei Solinger Krankenhaus-Servicefirma eskaliert

Die Auseinandersetzung um die Arbeitsbedingungen bei der Krankenhaus-Servicegesellschaft in Solingen hat sich zugespitzt. Sowohl die SPD-Ratsfraktion als auch das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) drängen auf dringende Gespräche mit der Gewerkschaft ver.di. Ziel ist es, faire Löhne, stabile Rentenzusagen und mehr Jobsecurity für die rund 2.000 Beschäftigten zu sichern, die von der Ausgliederungsentscheidung 2023 betroffen sind.

Im Mittelpunkt des Konflikts stehen ungelöste Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge und die Sorge vor einer Zweiklassengesellschaft unter den Mitarbeitenden. Das BfS bezeichnet die Ausgliederung als "Fehlentscheidung" und warnt vor sinkenden Löhnen und schwächeren Arbeitsschutzstandards. Der SPD-Abgeordnete Horst Koss betont, dass ein ordentlicher Tarifvertrag mit einer DGB-nahe Gewerkschaft ausgehandelt werden müsse, um weitere Spaltungen zu vermeiden.

Ernst Lauterjung, Fraktionsvorsitzender der SPD, hat den 1. Oktober als Frist für eine Einigung gesetzt. Ohne Fortschritte droht eine weitere Zuspitzung der Lage. Die SPD räumt ein, dass die Entscheidung 2023 auf die finanzielle Belastung im Krankenhaussektor zurückging, hält eine Rückabwicklung der Ausgliederung nun aber für unrealistisch – die Kosten seien zu hoch.

Einig sind sich beide Seiten in einem Punkt: Schnelle Verhandlungen mit ver.di seien unverzichtbar. Gefordert werden verbindliche Regelungen zu Löhnen, Renten und Arbeitsbedingungen, um einen langwierigen Konflikt über die Zukunft des Krankenhauses zu verhindern.

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Der Druck auf ver.di und die Krankenhausleitung wächst, bis zum Oktober-Ultimatum eine Lösung zu finden. Scheitern die Gespräche, könnte der politische Streit eskalieren – und die Beschäftigten in der Schwebe lassen. Das Ergebnis wird zeigen, ob das Serviceunternehmen-Modell faire Arbeitsbedingungen für seine Belegschaft gewährleisten kann.

Quelle