Solingen in der Krise: CDU will Kita-Mangel und marode Infrastruktur bekämpfen
Lina KochSolingen in der Krise: CDU will Kita-Mangel und marode Infrastruktur bekämpfen
In Solingen wächst die Unzufriedenheit – das bestätigt Daniel Flemm, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat. Die Stadt steht vor drängenden Problemen: von fehlenden Kita-Plätzen bis zur maroden öffentlichen Infrastruktur. Die CDU-Fraktion hat nun Pläne vorgelegt, um diese Herausforderungen anzugehen, noch bevor der Haushalt 2024 in den kommenden Monaten eingeführt wird.
Die CDU hat zentrale Bereiche ausgemacht, die dringend Handlungsbedarf erfordern. Besonders der Verkehr bereitet Sorgen: Die Bonner Straße und der Dickenbusch sollen als wichtige Verkehrsachsen priorisiert und ausgebaut werden. Carsten Becker, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion, will so den Verkehrsfluss in diesen Gebieten entlasten.
Doch nicht nur der Verkehr ist ein Problem. Solingen kämpft auch mit einem Mangel an Betreuungsplätzen: Es fehlen 900 Kita-Plätze, was viele Familien vor die Herausforderung stellt, Beruf und Kindererziehung zu vereinbaren. Zudem sind Schulen und Sporteinrichtungen in schlechtem Zustand, während Gesundheits- und Pflegeangebote stark überlastet sind.
Um diese Missstände zu beheben, will die CDU die Stadtverwaltung modernisieren und an aktuelle Anforderungen anpassen. Dazu gehören klarere Zuständigkeiten zwischen dem Wirtschaftsförderungsamt und der Solinger Stadtentwicklungsgesellschaft. Die Partei fordert zudem eine feste Ansprechperson für jedes Unternehmen in der Stadt. Noch vor Jahresende sollen 200.000 Euro bereitgestellt werden, um die ersten Schritte für diese Vorhaben einzuleiten.
Die Fraktion verlangt außerdem eine stärkere finanzielle Unterstützung von Bund und Land. Zudem überprüft die CDU, wo die Verwaltung künftig angesiedelt sein sollte, um die Effizienz zu steigern.
Die Vorschläge der CDU zielen darauf ab, Solingens drängendste Probleme zu lösen – vom Verkehr über die Kinderbetreuung bis hin zu öffentlichen Dienstleistungen. Die Fraktion erwartet, dass sich diese Prioritäten im Haushalt 2024 widerspiegeln. Falls umgesetzt, könnten die Maßnahmen die Belastung für Familien, Unternehmen und die städtische Infrastruktur verringern.






