Schwere Verstöße bei Ostwestfalen-Kontrollen: Gefälschter Führerschein und illegales Schrottgeschäft aufgedeckt

Lina Koch
Lina Koch
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Ein Polizei-Lkw vor einem Gebäude mit Text, eine Ampel mit einem Mast und Drähten im Vordergrund und Bäume mit einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.Lina Koch

Schwere Verstöße bei Ostwestfalen-Kontrollen: Gefälschter Führerschein und illegales Schrottgeschäft aufgedeckt

Polizei in Ostwestfalen deckt schwere Verstöße bei Verkehrskontrollen auf

Bei einer einwöchigen Verkehrskontrollaktion in Ostwestfalen hat die Polizei schwere Verstöße aufgedeckt. Am 10. Februar 2026 stoppten Beamte auf der Detmolder Straße einen Schrotthändler – mit erschreckenden Feststellungen: Der Fahrer besaß keinen gültigen Führerschein, das Fahrzeug war nicht verkehrssicher, und das Unternehmen betrieb sein Geschäft seit Jahren illegal.

Der Fall kam im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Aktion "Lkw und Bus" ans Licht, bei der Hundertfahrzeuge in der Region überprüft wurden.

Das betroffene Fahrzeug, ein VW LT 40-Kleintransporter, befand sich in einem gefährlichen Zustand: Die Achsen waren defekt, und es transportierte eine unsachgemäß gesicherte Industriewaage. Die Behörden verhängten sofort ein Fahrverbot.

Der 51-jährige Fahrer, ein Detmolder, besaß seit einem Jahrzehnt keinen gültigen Führerschein. Stattdessen präsentierte er einen gefälschten kroatischen Führerschein. Der 53-jährige Halter des Fahrzeugs, ebenfalls aus Detmold, muss sich nun wegen der Überlassung an einen nicht berechtigten Fahrer verantworten.

Weitergehende Ermittlungen ergaben, dass das Schrottunternehmen seit Jahren ohne die erforderliche gewerbliche Sammelgenehmigung operierte. Beide Männer bezogen Sozialleistungen, was den Verdacht auf Sozialbetrug und Steuerhinterziehung aufkommen ließ.

Im Rahmen der groß angelegten Kontrollen überprüften die Beamten in Ostwestfalen und Bielefeld insgesamt 293 Lkw und Busse. Dabei wurden in 133 Fahrzeugen Verstöße festgestellt – darunter Geschwindigkeitsüberschreitungen, Überladung und unsachgemäß gesicherte Ladung. Sieben Fahrzeuge durften ihre Fahrt nicht fortsetzen.

Zudem dokumentierte die Polizei 60 kleinere Ordnungswidrigkeiten, darunter 19 Fälle von nicht angelegten Sicherheitsgurten, 19 Lkw mit ungesicherter Ladung und vier Manipulationen an Tachographen. Bei 11 Fahrzeugen wurden technische Mängel festgestellt, vier waren überladen.

Gegen den Fahrer und den Halter wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Der Fall unterstreicht die verstärkten Kontrollbemühungen im Rahmen der ROADPOL-Kampagne, die sich gegen unsicheren und illegalen Güterverkehr richtet.

Die Aktion führte zu Anklagen gegen den Fahrer und den Fahrzeugbesitzer, deren Schrottunternehmen jahrelang ohne die notwendigen Genehmigungen betrieben worden war. Die Behörden prüfen weiterhin mögliche Zusammenhänge mit Sozialbetrug und Steuerhinterziehung.

Die umfangreichen Verkehrskontrollen resultierten zudem in zahlreichen Bußgeldern und Fahrverboten. Die Ergebnisse zeigen die anhaltenden Bemühungen, die Verkehrssicherheit und die Einhaltung von Vorschriften im gewerblichen Transport zu verbessern.