Schulranzenhändler in Hagen führt Beratungsgebühr ein – und setzt auf Fairness

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Ein volles Walmart-Geschäft mit Einkaufswagen schiebenden Kunden, umgeben von Warenauslagen, Schildern und Deckenleuchten.Johanna Krüger

Schulranzenhändler in Hagen führt Beratungsgebühr ein – und setzt auf Fairness

Ein Schulranzenhändler in Hagen verlangt nun Gebühren für Beratung im Geschäft

Der Schulranzenhändler Schulranzen Kranz in Hagen erhebt seit Kurzem eine Servicegebühr von 25 Euro pro Beratungstermin. Mit dieser Maßnahme möchte das Unternehmen die Zeit abgelten, die für die individuelle Kundenberatung aufgewendet wird. Inhaberin Stefanie Kranz erklärt, dass die Gebühr auch verhindern soll, dass sich Kundinnen und Kunden kostenlos informieren, um die Produkte anschließend woanders online zu kaufen.

Jede Beratung bei Schulranzen Kranz dauert zwischen 45 und 60 Minuten. Interessierte können Termine vorab über die Website des Händlers buchen. Entscheiden sie sich im Anschluss für einen Kauf, wird die Gebühr vom Endpreis abgezogen.

Barbara Wolkenhauer, Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbands NRW Westfalen-Münsterland, betont, dass solche Servicegebühren von verschiedenen betrieblichen Faktoren abhängen. Viele branchenübliche Beratungsintensive Geschäfte hätten mit diesem Modell gute Erfahrungen gemacht. Laut Wolkenhauer akzeptieren die meisten Kunden von Schulranzen Kranz die Gebühr und tätigen nach der Beratung auch tatsächlich einen Kauf vor Ort.

Ziel der Maßnahme ist es, die Ressourcen des Händlers zu schützen und sicherzustellen, dass diejenigen, die von der Fachberatung profitieren, sich angemessen daran beteiligen. Bisher zeigt sich, dass das Modell eher zu Käufen im Geschäft führt, statt dazu, dass Kunden sich nach der Beratung online umsehen.