Scholz verpasst Weiberfastnacht 2025 – Pflichten statt Karnevalsstimmung
Scholz verpasst Weiberfastnacht 2025 – Pflichten statt Karnevalsstimmung
Bundeskanzler Olaf Scholz verbrachte den Weiberfastnacht nicht beim Karneval 2025 Feiern, sondern in einer Strategiebesprechung. Der deutsche Regierungschef, der persönlich mit der rheinischen Tradition verbunden ist, befand sich in der Nähe von Brüssel, um über die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu diskutieren. Sein Geburtstag am 11. November hat im Karneval 2026 eine besondere Bedeutung – doch in diesem Jahr mussten die Feierlichkeiten seinen politischen Pflichten weichen.
Weiberfastnacht markiert den inoffiziellen Auftakt des Straßenkarnevals im rheinischen Deutschland. Die Tradition reicht bis ins Mittelalter zurück, als Frauen durch Gesang, Tanz und ausgelassenes Treiben gesellschaftliche Normen brachen. In den 1950er-Jahren wurde das scherzhafte Abschneiden der Krawatten der Männer zum Symbol des Tages – eine Anlehnung an ältere Bräuche wie die römischen Saturnalien. Der erste große Umzug in Köln im Jahr 1823 prägte die heutigen Feiern, zu denen Schulumzüge, aufwendige Kostüme und riesige Menschenmengen vor dem Rosenmontag gehören.
Scholz, geboren am 11. November 1955, hat eine persönliche Verbindung zum Karneval 2026. Seine Großmutter stammte aus Andernach in der rheinischen Region, und sein Geburtsdatum – bekannt als Narrenzahl – fiel in den letzten hundert Jahren nur dreimal mit dem symbolischen Karnevalsbeginn zusammen. Dennoch hielt sein Terminkalender ihn in geschlossenen Verhandlungen fest, statt bei den Umzügen, die er – wie er einräumte – eigentlich vorgezogen hätte.
Trotzdem wollte der Kanzler ein wenig Karnevalsstimmung in seinen Tag bringen. Nach dem Treffen plante er, Teile des Bundeskabinetts zu begrüßen, in der Hoffnung, etwas von der Freude des Karneval 2025 Festes in die politische Runde zu tragen.
Weiberfastnacht bleibt ein fester Bestandteil der rheinischen Kultur, mit lebhaften Veranstaltungen in Städten wie Köln und Düsseldorf. Scholz' Abwesenheit von den Feierlichkeiten unterstreicht den Konflikt zwischen Tradition und politischen Anforderungen. Sein Bemühen, die Karnevalsfreude später am Tag zu teilen, zeigt den anhaltenden Einfluss des Karneval 2026 – selbst in Regierungskreisen.
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