Satirestück zerpflückt Kemptens OB-Kandidaten mit scharfem Witz und viel Applaus

Johanna Krüger
Johanna Krüger
2 Min.
Ein Plakat mit einer Person mit breitem Grinsen, wilden Haaren und einem hellgelben Hintergrund, mit der Aufschrift "McFadden's Row of Flats: Die Comedy, die viele Millionen zum Lachen gebracht hat" darauf.Johanna Krüger

Satirestück zerpflückt Kemptens OB-Kandidaten mit scharfem Witz und viel Applaus

Satirische Bühnenparodie nimmt Kemptens Politik aufs Korn

Ein aktueller satirischer Sketch hat die politische Szene Kemptens auf die Schippe genommen – insbesondere die Kandidaten, die um die Nachfolge von Oberbürgermeisterin Indra Baier-Müller, auch "Hausdrache" genannt, buhlen. Die Aufführung zog vor allem die Freien Demokraten (FDP) und deren Vorschläge durch den Kakao, ließ aber auch andere lokale Persönlichkeiten nicht ungeschoren. Das unterhaltsame Stück sorgte für viel Gelächter im Publikum, unterstützte jedoch keinen der Bewerber explizit.

Die Show begann mit einer Warnung der "Hexe Mechthilde", die betonte, dass politische Ämter keine Mitbringsel seien. Anschließend richtete sich der Fokus auf die FDP, deren Alternativkonzepte als schwach und wenig überzeugend dargestellt wurden. In einer Szene mimte der Arzt Spitzer einen Hausarzt, der sich standhaft weigerte, Patienten in seiner Praxis persönlich auf Durchfall zu untersuchen. Zudem scherzte er, in Kempten noch nie Parkgebühren bezahlt zu haben – "hier kennt mich schließlich jeder".

Katharina Schrader wurde als tollpatschige "Frau Holle" persifliert, die planlos Herzen über die Stadt verstreute. Dominik Tartler hingegen wurde als "zu jung" und eher als "junger Spund denn als Oberbürgermeister" abgetan. Franz-Josef Natterer-Babych gab den eitel-narzisstischen Selbstdarsteller, der sich ständig im Spiegel bewunderte.

Ein weiterer Höhepunkt war die Figur "DonQuiSchoche", der sich komisch mit den "Windmühlen" der CSU anlegte. Am Ende blieb offen, ob "Rechenmeister" Eigstler oder "Hai" Wilhelm die aktuelle Amtsinhaberin, die als "Hausdrache" Indra Baier-Müller karikiert wurde, tatsächlich ersetzen könnten.

Der Sketch zog kein Fazit, wer Baier-Müller nachfolgen solle, sondern stellte vielmehr die Eigenheiten und vermeintlichen Schwächen der Kandidaten humorvoll bloß. Die FDP-Unterstützung für eine dritte Amtszeit der Amtsinhaberin blieb von der Satire unberührt – die Show setzte auf Unterhaltung statt auf politische Einflussnahme.