Rheinmetall erhält Millionenauftrag für Lynx-2-Komponenten der Bundeswehr

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Eine detaillierte Zeichnung eines Geschützturms auf einem weißen Hintergrund, mit seinen verschiedenen Komponenten beschriftet und durchnummeriert.Johanna Krüger

Rheinmetall erhält Millionenauftrag für Lynx-2-Komponenten der Bundeswehr

Rheinmetall sichert Großauftrag für den Spähpanzer Lynx 2 der Bundeswehr

Der Rüstungsauftrag, vergeben von General Dynamics European Land Systems (GDELS), umfasst moderne Türme, Kanonen und Simulatoren. In den vergangenen zwölf Monaten handelt es sich um den einzigen bedeutenden Verteidigungsauftrag des Konzerns, der öffentlich mit Rheinmetall in Verbindung gebracht wurde.

Die Bekanntgabe fiel mit einem Kursanstieg der Rheinmetall-Aktie um acht Prozent zusammen, die bei 1.740 Euro schloss – der erste Wochengewinn seit Wochen.

Im Mittelpunkt des Vertrags steht die Lieferung zentraler Komponenten für den Lynx 2 (auch Luchs 2 genannt). Die Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen wird bis 2031 274 CT-025-Türme ausliefern. Bei dem CT-025 handelt es sich um einen neu entwickelten, modularen und unbemannten Turm, der für verschiedene Einsatzprofile ausgelegt ist.

Zum Lieferumfang gehören zudem die Oerlikon-KBA-25-Maschinenkanone sowie hochmoderne Ausbildungssimulatoren. Der Gesamtwert liegt im mittleren dreistelligen Millionenbereich und stellt einen bedeutenden Erfolg für den Rheinmetall-Standort Bremen sowie die italienischen Kollegen in Rom dar.

Timo Haas, Leiter der Sparte Digital Systems bei Rheinmetall, bezeichnete den Deal als wichtigen Impuls für die europäische Verteidigungskooperation. Er betonte dessen Bedeutung für zukünftige Projekte und grenzüberschreitende Partnerschaften des Unternehmens.

In den letzten zwölf Monaten wurden keine weiteren großen Verteidigungsaufträge Rheinmetalls öffentlich bekannt – abgesehen vom Lynx-2-Programm. Sämtliche jüngeren Bestellungen beziehen sich ausschließlich auf dessen Komponenten und unterstreichen die zentrale Rolle des Projekts im aktuellen Portfolio des Konzerns.

Der Auftrag festigt Rheinmetalls Position in der europäischen Rüstungsindustrie und beflügelt gleichzeitig die Aktienperformance. Mit Lieferungen bis 2031 bleibt das Lynx-2-Programm ein Kernbestandteil der Unternehmensstrategie. Zudem verdeutlicht der Deal die wachsende Zusammenarbeit zwischen deutschen und italienischen Rüstungsherstellern.