Reizgas-Attacke in Meerbusch: Handyverkauf endet in Raub und Gegenanzeigen
Lina KochReizgas-Attacke in Meerbusch: Handyverkauf endet in Raub und Gegenanzeigen
Raubüberfall in Meerbusch führt zu Auseinandersetzung und gegenseitigen Anzeigen
Ein Raubüberfall am Montagabend in Meerbusch hat zu einer Konfrontation und wechselseitigen Strafanzeigen geführt. Ein 20-jähriger Ortsansässiger wurde nach einer online vereinbarten Handyverkaufsabwicklung mit Reizgas angegriffen. Die Polizei ermittelt nun und fahndet nach einem zweiten Tatverdächtigen.
Der Vorfall ereignete sich gegen 21:20 Uhr in der Straße Im Schieb im Meerbuscher Stadtteil Lank-Latum. Das Opfer hatte über eine Online-Handelsplattform den Verkauf eines Handys vereinbart. Zwei Täter sprühten ihm Reizgas ins Gesicht und stahlen anschließend das Telefon.
Noch am selben Abend, gegen 23:30 Uhr, stellte der 20-Jährige gemeinsam mit fünf Bekannten einen der mutmaßlichen Räuber an der Bushaltestelle Haus Meer in Büderich. Als die Mutter und die Schwester des Opfers eintrafen, wurden auch sie vom Reizgas getroffen. Sowohl der Geschädigte als auch der beschuldigte Räuber erstatteten daraufhin gegenseitig Anzeige – einmal wegen schwerer Körperverletzung, einmal wegen schweren Raubes.
Die Behörden suchen weiterhin nach dem zweiten Tatverdächtigen, der als etwa 17-jähriger Jugendlicher arabischer Herkunftsoptik beschrieben wird. Er trug hellblaue Jeans, eine schwarze Parajumpers-Jacke und einen Ziegenbart. Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet Zeugen mit Hinweisen, sich unter der Nummer 02131 3000 zu melden. Die Fahndung nach dem zweiten Mann läuft noch. Beide Parteien haben ihre Vorwürfe offiziell bei der Polizei zur Anzeige gebracht.






