NRW verliert Sozialwohnungen – trotz Rekordinvestitionen und Bauoffensive

Julian Lang
Julian Lang
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Eine Reihe bunter Häuser an einer Straßenecke in Baltimore, Maryland, mit parkenden Autos, Bäumen, Pfählen, Brettern und einem Zaun, der die Straße säumt.Julian Lang

Sozialer Wohnungsbestand schrumpft trotz Rekordinvestitionen - NRW verliert Sozialwohnungen – trotz Rekordinvestitionen und Bauoffensive

Nordrhein-Westfalen verzeichnet kontinuierlichen Rückgang beim sozialen Wohnungsbau – trotz Bauoffensive

Trotz jüngster Bemühungen, den Wohnungsbau zu beschleunigen, ist der Bestand an Sozialwohnungen in Nordrhein-Westfalen weiter gesunken. 2025 wurden fast 11.000 preisgebundene Wohnungen mieten weniger gezählt als im Vorjahr. Dennoch deuten aktuelle Zahlen auf erste Fortschritte bei der Bekämpfung des Mangels hin.

Die Zahl der preisgebundenen Sozialwohnungen in Nordrhein-Westfalen sank 2025 auf etwa 464.000. Dieser Rückgang spiegelt einen bundesweiten Trend wider, auch wenn sich der Verlust in den letzten Jahren verlangsamt hat.

Um dem Mangel entgegenzuwirken, investierte das Land 2025 rund 2,4 Milliarden Euro in den Bau und Erhalt von Wohnraum für einkommensschwache Haushalte. Im selben Jahr wurden 8.037 neue Mietwohnungen fertiggestellt – ein Anstieg um 20 Prozent gegenüber 2024 und der höchste Stand seit zwei Jahrzehnten.

Bundesweit entstanden 2024 durch Neubauten etwa 26.800 geförderte Wohnungen. Unklar bleibt jedoch, wie viele Sozialwohnungen durch Modernisierungen oder Ankäufe hinzukamen, sodass die Gesamtwirkung dieser Maßnahmen schwer einzuschätzen ist.

Der Rückgang beim sozialen Wohnungsbau hält zwar an, doch die jüngste Bauoffensive in Nordrhein-Westfalen markiert eine positive Wende. Mit Investitionen von 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2025 und einem 20-Jahres-Hoch bei Neubauten arbeitet das Land daran, den Wohnungsbestand zu stabilisieren. Dennoch zeigt der allgemeine Trend, dass die Sicherung bezahlbaren Wohnungen mieten weiterhin eine große Herausforderung bleibt.