NRW-Revolution: 51 digitale Lösungen für Schichtplanung und Qualitätskontrolle entwickelt

Luisa Klein
Luisa Klein
2 Min.
Ein roter, oranger und blauer Kasten mit einem Roboter und der Aufschrift "AUTOBOT TRACKS" oben drauf, vor einem unscharfen schwarzen Hintergrund.Luisa Klein

NRW-Revolution: 51 digitale Lösungen für Schichtplanung und Qualitätskontrolle entwickelt

Großes Digitalisierungsprojekt in Nordrhein-Westfalen bringt 51 neue Lösungen für Schichtplanung und Qualitätskontrolle hervor

Die Initiative Data Factory NRW, die mit 9,2 Millionen Euro vom Land gefördert wurde, hat unter der Leitung des Technologienetzwerks it’s OWL sowie wichtiger Industriepartner und Forschungseinrichtungen 51 neue digitale Anwendungen für die Schichtplanung und Qualitätsmanagement entwickelt. Aufgrund ihres Erfolgs wurde das Projekt nun in das Spitzenprogramm der KI-Kompetenzplattform AI.NRW aufgenommen.

Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben vereinte führende Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Beteiligt waren unter anderem Schmitz Cargobull, Claas, NTT DATA Business Solutions, Duvenbeck Logistik, MotionMiners sowie mehrere Fraunhofer-Institute – koordiniert durch den it’s OWL-Cluster. Ziel war es, digitale Werkzeuge zu entwickeln, die insbesondere kleine und mittlere Hersteller einfach einführen können.

Am Standort Vreden errichtete Schmitz Cargobull ein digitales Fabrikmodell, um die Produktionsplanung zu optimieren. Das System schafft eine einheitliche Datenbasis für die Planung von Schichten und die Ressourcenverteilung. Parallel investierte das Unternehmen über 50 Millionen Euro, um die Kapazitäten für Kühlauflieger und Kofferfahrzeuge auszubauen. Claas konzentrierte sich in Harsewinkel auf die Unterstützung der Mitarbeiter: Dort führte das Unternehmen ein webbasiertes Assistenzsystem für die Montage von Mähdreschern ein. Das Tool digitalisiert Arbeitsabläufe und gibt den Beschäftigten Echtzeit-Anweisungen. Es ist bereits an 120 Arbeitsplätzen im Einsatz, eine internationale Ausweitung ist geplant. Zudem testet das Unternehmen einen KI-gestützten Chatbot, der Montageanleitungen in Echtzeit bereitstellt.

Das Gesamtbudget des Projekts belief sich auf 14,5 Millionen Euro, finanziert durch Landesmittel und Industriebeiträge. Die 51 entwickelten Anwendungen decken Bereiche von der Personalkoordination bis zur Fehlervermeidung ab – allesamt praxistauglich für den Fabrikeinsatz.

Die Ergebnisse der Data Factory NRW sind nun Teil der Leitinitiativen von AI.NRW und stehen damit einem breiteren Kreis zur Verfügung. Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus können die Tools nutzen, um Effizienz und Qualität zu steigern. Der Fokus auf praxisnahe Lösungen stellt sicher, dass Hersteller die Innovationen ohne größere Umstellungen einführen können.