17 June 2026, 18:18

NRW-Rettungsdienste kämpfen gegen Personalnotstand und drohende Versorgungslücken

FREIHEITLICHER UNION VERFOLGT REFORMEN IM NOTFALLSERVICE

NRW-Rettungsdienste kämpfen gegen Personalnotstand und drohende Versorgungslücken

Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen stehen unter wachsendem Druck. In den kommenden Jahren droht ein Personalmangel, da viele Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Dies könnte zu längeren Wartezeiten auf Rettungswagen in der gesamten Region führen.

Der Freie Wählerverband Nordrhein-Westfalen warnt vor den Folgen für die Notfallversorgung. Eine bevorstehende Pensionierungswelle werde Lücken im Personalbestand hinterlassen, da die aktuelle Belegschaft altersbedingt ausscheidet. Nach dem Landesrettungsdienstgesetz sind die Kommunen zwar verpflichtet, für ausreichend Personal zu sorgen – doch viele schaffen diese Vorgabe nicht.

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Die Ausbildung neuer Rettungskräfte ist kostspielig und aufwendig, besonders für kleinere Städte. Da die meisten Ausbildungsstätten in größeren Städten angesiedelt sind, werben diese oft Fachkräfte aus ländlichen Gebieten ab – was die Personalsuche dort zusätzlich erschwert. Der Verband kritisiert, dass so die Eigenständigkeit der Rettungsdienste in strukturschwachen Regionen gefährdet sei.

Um gegenzusteuern, fordert die Vereinigung mehrere Maßnahmen: Sie plädiert für die flächendeckende Einrichtung beruflicher Schulen für Rettungsfachpersonal im gesamten Bundesland. Zudem verlangt sie eine volle Kostenübernahme für schulische Ausbildungsgänge durch die zuständigen Kostenträger. Zusätzlich sollen Landeszuschüsse die Ausbildungsvergütungen der angehenden Rettungskräfte sichern. Ein weiterer zentraler Vorschlag ist die Verankerung rechtlich verbindlicher Höchst-Reaktionszeiten für Ersthelfer im Rettungsdienstgesetz.

Ohne Gegenmaßnahmen drohen längere Anfahrtszeiten der Rettungswagen – mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen für Patient:innen. Die Forderungen des Verbandes zielen darauf ab, den Personalbestand zu stabilisieren und die Notfallversorgung in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu verbessern.

Quelle