NRW-Minister kehren bei Dienstwagen vom Strom zum Diesel zurück

Lina Koch
Lina Koch
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Ein Mann im Rollstuhl mit einem großen Motor am Rücken, umgeben von Fahrzeugen auf einer Straße, trägt eine schwarze Jacke und eine Mütze, hält ein Objekt in der Hand, mit Bäumen, Gebäuden und Pfählen im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.Lina Koch

E-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Minister kehren bei Dienstwagen vom Strom zum Diesel zurück

Die Minister der nordrhein-westfälischen Landesregierung steigen bei Dienstfahrten zunehmend wieder auf Verbrenner um – einige setzen erneut auf Diesel. Als Begründung werden praktische Bedenken wie Reichweite und Terminplanung genannt. Die Umstellung erfolgt im Zuge auslaufender Leasingverträge und der Bestellung neuer Dienstwagen.

Finanzminister Marcus Optendrenk hat kürzlich seinen elektrischen BMW i7 gegen einen Diesel-Audi A8 L 50 TDI Quattro getauscht. Sein vorheriger Leasingvertrag war ausgelaufen, doch der Minister hatte mit der begrenzten Reichweite des BMW auf langen Fahrten und bei einem vollen Terminkalender kämpfen müssen. Auch Bauministerin Ina Scharrenbach ist zu einem Diesel-Fahrzeug gewechselt.

Sieben Minister – darunter Mona Neubaur, Verena Schäffer, Benjamin Limbach und Silke Gorißen – nutzen hingegen weiterhin rein elektrische oder Hybridfahrzeuge. Vier von ihnen haben bereits neue E-Autos bestellt, da ihre aktuellen Leasingverträge bald enden. Andere, wie Scharrenbach, bleiben beim Diesel für ihren nächsten Dienstwagen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul fahren weiterhin in gepanzerten Limousinen, die es ausschließlich mit Verbrennungsmotor gibt. Ihre Fahrzeuge bleiben aus Sicherheitsgründen unverändert.

Damit setzen nur noch sieben Mitglieder der Landesregierung bei Dienstfahrten auf Elektro- oder Hybridautos. Die neuen Bestellungen spiegeln eine gemischte Präferenz wider: Einige bleiben bei E-Modellen, andere kehren zum Diesel zurück. Die Änderungen treten schrittweise mit der Verlängerung der Leasingverträge in den kommenden Monaten in Kraft.