NRW-Bahnen reduzieren kurzfristige Zugausfälle drastisch – doch der volle Fahrplan bleibt Zukunftsmusik
Lina KochNRW-Bahnen reduzieren kurzfristige Zugausfälle drastisch – doch der volle Fahrplan bleibt Zukunftsmusik
Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen haben kurzfristige Zugausfälle in diesem Jahr deutlich reduziert. Die Verbesserung kommt nach anhaltendem Personalmangel, der zuvor häufig zu Störungen geführt hatte. Fahrgäste müssen nun seltener mit spontanen Änderungen rechnen, auch wenn das Gesamtangebot in einigen Bereichen weiterhin eingeschränkt bleibt.
Zwischen Januar und März gingen die Ausfälle beim Rhein-Münsterland-Express (RE 7) im Vergleich zu 2022 um 71 Prozent zurück. Ähnliche Fortschritte gab es auf anderen wichtigen Strecken, etwa bei der Rhein-Wupper-Bahn (RB 48), wo die kurzfristigen Streichungen um 72 Prozent sanken. Die Ostwestfalen-Bahn (RB 72) verzeichnete sogar einen Rückgang um 82 Prozent.
Auch die drei Verkehrsverbünde in NRW meldeten weniger spontane Ausfälle auf den Hauptlinien des Rhein-Ruhr-Express (RRX). Möglich wurde dies durch eine Reduzierung des geplanten Fahrplans auf einigen Strecken, wodurch Verspätungen und Ausfälle für Reisende besser vorhersehbar wurden. Allerdings bedeutet der Rückgang der Streichungen nicht, dass insgesamt mehr Züge unterwegs sind.
Langfristig soll bis Dezember 2025 ausreichend Lokführerpersonal eingestellt werden, um den vollen Betrieb auf möglichst vielen Strecken wiederaufnehmen zu können. Bis 2026 strebt man an, 100 Prozent des ursprünglichen Fahrplans im gesamten Netz wiederherzustellen.
Für Fahrgäste in NRW hat die sinkende Zahl an kurzfristigen Ausfällen die Reisezuverlässigkeit erhöht. Die Fortschritte sind auf Anpassungen im Fahrplan und laufende Einstellungsinitiativen zurückzuführen. Werden die Ziele erreicht, könnten bis in zwei Jahren wieder alle Linien nach dem vollen Fahrplan verkehren.






