10 May 2026, 14:18

Maria Happel verlässt Reinhardt Seminar – doch die Bühne bleibt ihr Leben

Plakat für das Theater Sarah Bernhardt von 1909–1910, das eine Gruppe von Frauen in der Mitte mit Texten zeigt, die das Theater und seine Schauspieler beschreiben.

Maria Happel verlässt Reinhardt Seminar – doch die Bühne bleibt ihr Leben

Maria Happel ist als Direktorin des Reinhardt Seminars zurückgetreten – dies folgte auf Kritik an ihrer Verfügbarkeit und ihrer Zuwendung zu den Studierenden. Die Schauspielerin, die tief in der Wiener Theaterszene verwurzelt ist, bleibt weiterhin mit ihrer Bühnenarbeit beschäftigt, darunter eine bevorstehende österreichische Premiere. Unterdessen setzt ihre langjährige Kollegin und Nachbarin Paula Nocker ihre eigenen Theaterprojekte fort und reflektiert über ihre offene Freundschaft.

Happel und Nocker standen erstmals 2010 gemeinsam auf der Bühne, als sie in Der Weg ins Freie im Theater Reichenau spielten. Ihre berufliche Verbindung hält nun seit über einem Jahrzehnt an, auch wenn beide zugeben, dass ihre direkte Art einander mitunter auf die Nerven gehen kann.

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Aktuell befindet sich Happel in den letzten Proben für Der heilige Falstaff am Burgtheater, eine Neuinszenierung inspiriert von Shakespeares Heinrich IV. Für die Rolle ließ sie sich sogar ein Tattoo stechen – als Teil der Vorbereitung auf ihre Figur. Mit Rezensionen geht sie spielerisch um: Positive nimmt sie wie Horoskope, an die sie glaubt, Negative ignoriert sie einfach.

Nocker hingegen bereitet sich auf Mythen des Alltags vor, eine Koproduktion zwischen dem Volkstheater und den Wiener Festwochen. Sie betont, dass Kritik willkommen ist – solange sie respektvoll bleibt. Dieses Prinzip scheint sowohl ihre Arbeit als auch ihre Freundschaft mit Happel zu prägen.

Abseits der Bühne leben die beiden Schauspielerinnen als Nachbarinnen, ihre Töchter teilen sich sogar dieselbe Etage. Ihre Verbindung geht weit über das Theater hinaus und verbindet berufliche Zusammenarbeit mit persönlicher Nähe.

Happels Rückzug vom Reinhardt Seminar markiert eine Wende in ihrer Karriere, doch sie bleibt der Schauspielerei eng verbunden. Mit der baldigen Premiere von Der heilige Falstaff und Nockers laufender Produktion sind beide weiterhin zentrale Figuren der Wiener Theaterszene. Ihre langjährige Partnerschaft – auf und neben der Bühne – prägt nach wie vor ihr Schaffen und ihr Leben.

Quelle