Lünen erhält grünes Licht für Haushalt 2025 und Rettungsplan gegen Schuldenkrise
Lünen erhält grünes Licht für Haushalt 2025 und Rettungsplan gegen Schuldenkrise
Die Stadt Lünen hat die Genehmigung für ihren Haushalt 2025 sowie den Finanzsanierungsplan erhalten. Die Entscheidung, die der Kreis Unna am 14. Oktober bekannt gab, folgt auf monatelange Vorbereitungen durch die lokalen Behörden. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns hatte die Nachricht bereits fünf Tage zuvor in einer Ratssitzung bestätigt.
Das Finanzsanierungskonzept (FSK) wurde entwickelt, nachdem Prognosen zeigten, dass Lünen in den kommenden Jahren mit einer übermäßigen Inanspruchnahme des Eigenkapitals rechnen musste. Stadtkämmerer Dr. André Jethon und die Finanzkommission leiteten die Arbeiten und identifizierten 127 Konsolidierungsmaßnahmen im Umfang von rund 429 Millionen Euro. Dazu gehören Kostensenkungen, Gebührenerhöhungen, digitale Effizienzsteigerungen sowie die langfristige Nutzung eines bestehenden Landesgesetzes zur Schuldenentlastung.
Dr. Jethon betonte, dass die Herausforderungen Lünens die strukturelle Unterfinanzierung widerspiegeln, von der viele Kommunen betroffen sind. Die Haushaltssatzung 2025 stellt nun sicher, dass die Stadt wieder freiwillige Projekte und Investitionen finanzieren kann. Die Mittel für die 127 Maßnahmen stammen aus internen Einsparungen, höheren kommunalen Einnahmen und Verwaltungsoptimierungen – nicht aus externen Zuschüssen oder einmaligen Hilfen. Der Rat stimmte dem Plan am 9. Oktober offiziell zu; Bürgermeister Kleine-Frauns hob dessen Bedeutung für die finanzielle Stabilität der Stadt hervor.
Mit dem beschlossenen Haushalt kann Lünen nun die Planung für freiwillige Ausgaben und Infrastrukturprojekte wiederaufnehmen. Die genehmigten Maßnahmen zielen darauf ab, die Finanzen zu stabilisieren, ohne sich auf kurzfristige externe Mittel zu stützen. Die Umsetzung der 127 Konsolidierungsschritte soll in den kommenden Monaten beginnen.
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