Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – und löst damit eine Debatte aus

Luisa Klein
Luisa Klein
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Eine alte Visitenkarte mit einer Zeichnung eines Bäckers und einem Text, der eine Brot- und Keksbäckerei beschreibt.Luisa Klein

Lüneburg Backidee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – und löst damit eine Debatte aus

Eine Bäckerei in Lüneburg sorgt für Gesprächsstoff, indem sie ihre zuckerglasierten Teilchen von Amerikaner in Grönländer umbenennt. Die als humorvolle politische Aussage beschriebene Änderung hat sowohl lokal als auch bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Kunden, die das Gebäck bestellen, erhalten nach wie vor dasselbe Produkt – doch auf dem Bon steht nun der neue Name.

Die Idee stammt von der De Heidbäcker GmbH, einer bekannten Bäckerei der Stadt. Geschäftsführer Jannik Harms betont, dass der Schritt mit Augenzwinkern zu verstehen sei. Vor dem Laden wirbt ein Schild für die Teilchen mit dem Slogan "Backt Kuchen, nicht Krieg".

Der Name Amerikaner gibt Historikern seit Langem Rätsel auf – Theorien reichen von einem Zusammenhang mit einem Triebmittel bis hin zur Form eines Soldatenhelms. Nun hat die Bäckerei das Gebäck vorläufig umbenannt, doch im Herbst wird es unter dem neuen Namen Grönländer zurückkehren. Noch sind die Teilchen einige Wochen lang im Sortiment erhältlich.

Die Kunden in Lüneburg stehen dem Wandel positiv gegenüber, manche sehen darin eine Solidaritätsgeste mit Dänemark und Europa. Auch überregional findet die Umbenennung Zuspruch, etwa von einer Kundin aus Prag. Seit der Änderung sind die Verkaufszahlen gestiegen, und die Bäckerei wertet die öffentliche Aufmerksamkeit als Gewinn für das Handwerk.

Der verspielte Protest der Bäckerei hat einem klassischen Gebäck neue Aufmerksamkeit beschert. Zwar verschwinden die Teilchen bald aus den Regalen, doch im Herbst kehren sie unter ihrem neuen Namen zurück. Die Aktion hat bereits Spuren hinterlassen – eine Mischung aus Humor und einer subtilen politischen Botschaft.